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© Andrea D Alessandro
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19. 04. 2008 |
Mondstille Nacht
Viel zu spät! Die Fahrkarte nicht zu finden. Verboten, das Auto der Eltern zu benutzen. An einem unbekannten Ort dieser grauen, alten Frau den Weg erklären, den es nicht gibt. Ich fahre voraus. Drei Mal ums Quadrat. An der Windschutzscheibe ein Flattern und Wehen. Der Fahrausweis!
Mein Kind auf dem Beifahrersitz treibt mich an. Schneller, schneller! Das Kind ist meine Schulkameradin, ist mein Mann. Wir lachen und (überfahren ein paar Blätter, damit der Hund sie nicht frisst) Lachen.
Den Weg zur Schule vergessen. Diese graue, alte Frau wusste Bescheid. Verschwunden ist sie im Nebel hinter den hohen Häusern der Siedlung. Verschwunden ist sie, verschwunden. Keine Leere, keine Existenz…
Versunken in die Dunkelheit.
Kein Körper, keine Worte, kein Gefühl, kein Denken.
- Kein Ich -
Losgelöst, alles ist Nichts
Mondstille Nacht -
verloren in der Tiefe
eines Traums
Irgendwann langsam und behutsam die Erinnerung. Dein Atmen neben mir wieder wahrnehmen.
Ich bin
(weiblich, 44 jahre, verheiratet, drei kinder)
hier
Night ends…
catapulted back
into human life
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das ist ein sehr gelungener , sehr anrührender , nachdenklich machender Text. Als "Viel-Träumer" kann ich ihn gut nachvollziehen : Einerseits
"keine Leere , keine Existenz", andererseits das langsame und mühsame Zurückfinden in die "andere" Realtät ( denn auch die Geschehnisse im Traum sind "Realität" ), das Zurückkehren bis zur Feststellung "Ich bin hier", wieder angekommen in meinem Alltag, und nicht nur dort , sondern im "human Life" schlechthin -
ich kanns nicht anders sagen , liebe Andrea : meisterhaft !
Grüße , Hans.