Das Problem mit den angehenden Teenagern meiner kleinen Familie. Seit etwa einem Jahr tagtäglich. Wer kennt nicht das Flatterhafte, Schlaksige, das dieser Altersgruppe so eigen ist, und wahrlich an rot werdende Tomaten in diesem trockenen Sommer erinnert. Sie werden an Stützstäben festgebunden, damit ihnen ihr eigenes Wachstum, die Austreibung und Reife der Früchte, nicht zum Verhängnis wird. Ein Band der Hilfe, keine Fesseln. Auseinandersetzung mit den Eignern wachsendender Gliedmaßen:
"Opa! Was sind Quanten?", hinterfragt der Fünfklässler die anhaltinische Redensart. "Naja, ein Einstein bin ich nicht, aber vielleicht geht's so: Deine Füße auf dem Tisch, mein Freund, sind die Quanten. Objekte, die durch einen Zustandswechsel erzeugt wurden. - Ja, denke ich, müde vom Gehen und nicht "Ankommen"! Der Tisch als Ablage, das muss er aus irgend einem Film haben, denn in Aden sitzen wir auf dem Fußboden, da gibt es so reizvolle Chancen nicht. -
"Jeder Fuß für sich ist eine physikalische Größe mit abzählbaren Strukturen.", fährt er fort. " Welche Schuhgröße hast du? Wie viele Zehen sind an jedem Fuß?". Stolz beantwortet der fast Zwölfjährige jede Frage und findet, das sei kinderleicht. - Oh, Einstein!, entfährt es mir leise. -
"Vati, hör' auf damit!", flehe ich ihn fast an, "Quantenobjekte zerfließen nämlich mit der Zeit.". Doch er meint nur: "Na und? Siehst du noch Füße auf dem Tisch?". Verdutzt drehe ich mich zu ihnen und entdecke zwei sich sehr einige, mich anlachende Hobbyphysiker.
Mir schwirren noch andere Gedanken, Kohlweißlingen im elterlichen Garten gleich, durch den Kopf: Die Pubertät im Allgemeinen, die meiner Kinder im Besonderen, die unseres Großen im Einzelnen.
Ausrufe wie: "Ich wünschte, ich wäre nie geboren!", hallen in Eltern nach. Woraufhin diese eine indirekte Antwort auf das lebhafte Interesse ihrer Sprößlinge an Zeitmaschinen und Zeitreisen erhalten. Unsere Kinder im rotierenden Strudel des Flusses Zeit mit den ihnen eigenen Quanten.
Aber: Kommt Zeit, kommt Rat!
das ist aber eine wahrlich schöne Geschichte, ja
so einen Opa wünscht sich wohl jedes Kind, denn
oft ist gerade diese ein wenig strengere Art, die
viel mehr dem Kind in Erinnerung bleibt, als wenn
ein Großvater alles zulässt oder ein Kind alles
tun darf und den Großvater ausnützt. Das ist
jedenfalls meine Ansicht, die natürlch ganz subjektiv ist und selbstverständlich auch niemals immer und überall zutrifft.
Einen Physiker als Vater bzw. Großvater,Mensch das
ist großartig, wie viele Dinge würde ich ihn von
der Quantenphysik fragen,die ich von den Vedischen
Wissenschaften kenne. Und seine Meinung über ein
Buch,"Der kreative Zufall" -Wie das Neue in die Welt kommt von Klaus Mainzer,das ich gerade zu le-sen versuche,aber so kompliziert wissenschaftlich ist, dass ich keine Zeile mehr davon wiederholen
könnte.
Herzliche Grüße auch an Vater Gewi
Günther