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Appenzellerland
© Nina Simone   
28. 09. 2008
Appenzellerland
italienische Traube
ergibt guten Wein
Kommentare (23)Add Comment
...
geschrieben von Angelika Wienert, October 01, 2008
Warum werden meine Kommentare gelöscht?
...
geschrieben von Markus Sulzberger, October 01, 2008
Kleine Ursache - wir haben das Problem im Griff - sorry.

Markus
...
geschrieben von Walter Mathois, October 02, 2008
Hallo Nina,

hm, ich finde in meiner Birne den Link nicht zum guten Wein...

spontan sprudelts so raus:

Appenzellerland -
aus dem Kofferraum
dringt Käsegeruch

ich weiß, ist eine andere Baustelle. Doch diese Erfahrung machte ich nach einer Fahrt von Appenzell nach Wien.

@AW: Du DURFTEST wenigstens Kommentare schreiben *g*. MEINE hat der Blechheini lange Zeit ignoriert.

Liebe Grüße
Walter
...
geschrieben von Markus Sulzberger, October 03, 2008
hat da wer Blechheini gesagt? pha!
Nehmen wir an, da sitzt jemand im Apenzellerland und trinkt Wein der aus einer italienischen Weisorte gekeltert wurde, was allerdings füs Appenzellerland untypisch ist. Oder sie trinkt im Appenzellerland einfach italienischen Wein... Was sehr wohl üblich ist. Und da kommt man so ins sinnieren...
Stoff für ein Senryû oder einfach so einen Satz.
Was uns Dichtern Mühe macht, ist, unser Hirn, das dauernd irgendwelche Gedankenimpulse fabriziert, zum schweigen zu bringen und nur noch dort einzusetzen wo es seine Fähigkeiten hat. Wie zb Walter den Monent beschrieben hat als er zu Hause seinen Kofferraum öffnete. Ein erlebbarer Moment wird kunstvoll auf den Punkt gebracht und kann von den Lesenden ebenso genussvoll entschlüsselt werden. Es ist velleicht nicht der gewaltigste Moment im Leben eines Menschen, aber das Haiku geht in die richtige Richtung. Es gibt noch andere eindrückliche Momente:

'Mail' poppt auf -
ein Kommentar
von Angelika

In einem solchen Moment wird den einen oder anderen Lesenden wohl das Blut kurz gefrieren smilies/smiley.gif

Markus
...
geschrieben von Angelika Wienert, October 04, 2008

"...Blut gefrieren..."?

Bisken übertrieben, lieber Markus.

Und ich will immer noch wissen, warum über Nina Simones Text zuerst Géraldine Soundso stand. Und wenn jetzt mein Kommentar wieder mal gelöscht wird (bzw., wenn ich in diesem Forum gesperrt werde), dann haben bestimmt schon viele diese Zeilen gelesen ...

...
geschrieben von Markus Sulzberger, October 04, 2008
Hallo Angelika
ich versteh deine Hartnäckigkeit und Beharrlichkeit absolut nicht.

Es ist in diesem Forum vorgesehen, dass, wenn schreibende anfangs lieber ein Pseudonym verwenden wollen, dies auch tun können. Es ist zweifellos besser man schreibt unter seinem eigenen Namen, schon wegen der Copyrights.

Ich weiss momentan nicht was schlimmer ist, dass es einen Pseudonym braucht oder dass es kommentierende gibt die dermassen aggressiv kommentieren, dass beginnende derart erschrecken und nie mehr ein Haiku zu schreiben wagen.

Es laufen in unserer Welt Milliarden verschiedener Prozesse ineinander. Ein Kind steht nicht auf und geht. Es kriecht erst ein Jahr lang richtet sich dann auf und stolpert durch die Gegend bis es in einem weiteren Jahr zu sprechen beginnt usw. So ist es immer wenn etwas begonnen wird. Man lernt und lernt bis man es vielleicht kann.

Es ist meines Erachtens eine grosse Charakterschwäche diese Lernpozesse nicht zu sehen und nicht zuzulassen.

Es entspricht dem Geist dieses Forums, dass solche Prozesse stattfinden dürfen.

Markus
...
geschrieben von Angelika Wienert, October 04, 2008


"...Geist dieses Forums..." ist gut. Hier ist so gut wie nichts los.
...
geschrieben von Markus Sulzberger, October 04, 2008
Hallo Angelika

das ist ein anderes Thema und ändert nichts am oben gesagten.

Du kannst jederzeit ein eigenes Forum oder einen eigenen Blog aufziehen und dort schalten und walten wie dir beliebt.

Nun sollte aber wieder über Haiku diskutiert werden.

Markus
...
geschrieben von Angelika Wienert, October 04, 2008
"...Nun sollte aber wieder über Haiku diskutiert werden."

Einverstanden.

Der oben vorgestellte Text ähnelt einem Haiku. Er hat drei Zeilen (bei Haiku weit verbreitet). Und wer sich die Mühe macht, die Silben zu zählen, findet eine weitere Ähnlichkeit mit einem sog. klass. Haiku. Nun hat sich aber inzwischen herumgesprochen, dass das für ein Haiku nicht reicht. Ebenso weiß der andere oder andere (und du weißt es ganz genau, Markus), dass es gute Informationsmöglichkeiten im net gibt. Die sog. `alten Hasen` haben natürlich (zumindest nicht alle, zumindest nicht fortdauernd) keine Lust gebetsmühlenartig das Haiku-Info-Lied zu singen. Eine allg. Info bei LUXARIUM, ein Verweis auf entsprechende Seiten im net müsste doch Anfängern eine Hilfe sein.

Wenn du aber der Meinung bist, Markus, dass jedem Autoren ganz individuell das Haiku-Basiswissen mundgerecht serviert werden muss, dann nur zu.

Schönes Wochenende!
...
geschrieben von Markus Sulzberger, October 06, 2008
Hallo Angelika

jetzt übertreib du mal nicht! Ich bin der festen Überzeugung, dass es nicht möglich ist, irgendetwas das einen Wert hat , mundgerecht serviert zu kriegen. Es muss erjagt werden. Insofern hat die Angeliksche Schockmethode eine gewisse Berechtigung. Aber sie wirkt lange nicht bei allen. Wenn ich sehe, dass ein Mensch ein Gedicht oder Dreizeiler einstellt, der so offensichtlich nicht ein Haiku ist, aber ich doch eine gewisse Bemühung und Freude der Autorin erkennen kann, auch eine gewisse Unverblümtheit und einen gewissen Mut, so lass ich das gerne einmal stehen und halte mich etwas zurück mit kommentieren. Diese mangelnde Reaktion gibt der Autorin Zeit, einesteils sich von Ihrer mutigen Handlung zu erholen, andererseits kritischer zu überprüfen was denn geschrieben wurde.
Wenn Du sagst, man kann Haiku nicht mundgerecht servieren, so muss ich antworten: '... und genauso wenig mit dem Holzhammer einschlagen.' Den Schwung nicht zu nehmen sondern Raum zu schaffen für Entwicklung, das ist die Aufgabe einer Werkstatt nicht aber einer Galerie, da besteht ein Unterschied. Und das hier ist eine Werkstatt und hier sollen die Musen küssen und nicht (grundlos) zusammenschlagen.
Die kleinen Haiku sind eine faszinierende und doch überaus nüchterne Welt und wenn man sich da hineinbegibt, kann vieles gelernt werden, das weit über ein Gedicht hinausgehen kann. Menschen einen solchen Anknüpfungspunkt zu bieten, darin sehe ich die Existenzberechtigung dieses Forums und die Verantwortung der 'ach so klugen' alten Hasen.
Aber ein überaus amusanter und klärender Text zum Thema Haiku sei hier doch platziert smilies/smiley.gif

http://www.haiku-heute.de/Archiv/Haiku_schreiben/haiku_schreiben.html

liebe Grüsse
Markus
...
geschrieben von Markus Sulzberger, October 06, 2008
... ich meinte natürlich diesen Text, aber der obenstehende ist natürlich die Einführung, die zeigen kann, was Haiku ist.

http://www.ziemlichkraus.de/haiku/ruinieren.htm

...
geschrieben von Walter Mathois, October 06, 2008
Grinsli....
toll, wenn sich die Wissenschaftler verbal verprügeln....
Nun, Spaß beiseite.....Ich halte die Angeliksche Schockmethode gut -:
Anders gesagt: Beim Zazen...wer beim Sitzen einschläft, oder unaufmerksam ist (ich bezeichne dies als Konzentrationsmangel) kriegt eine mit der Latte. Hm, hier ist es ähnlich. Hier gibt es ähnlich "Mönche"...doch, wie geschrieben, sind sie sehr hilfreich in ihrer provokanten Art (ich habe mich vor einigen Monaten auch noch grün und blau geärgert über diese Kommentatoren). Sie sind absolut notwendig. Sie sind die kalten Duschen. Sie sind die Latten. Wir lernen an ihnen. Sie lernen an uns. An jeder Zeile, an jeder Silbe. doch sie sind auch nicht unfehlbar. Manno/Frauo hat manch einer von ihnen auch schon Dreizeilenpop verzapft. Doch uns als Mensch HIER und auch drüben bei haiku.de sollte all das erlaubt sein.

Hier ein kleine boshaftige (jedoch humorige) Spitze:

Tötet den Augenblick!

An manchen wunderbaren Forenorten
Stehn Dichtergötter gern auf hohen Plätzen
Und lassen sich mit Weihrauch stark benetzen.
Kein kleiner Zwerg gelangt durch ihre Pforten!

Der Zwerge Haikus werden stark zerrissen
Und eifrig wird das Dogma angewendet,
Das Haiku dann sehr bald zerbricht, verendet!
Die Kritikgeber prahlen mit dem Wissen.

Ob Basho diese Säurenspender wollte?
Und manche spitze Zunge, wirklich sollte
Die Augenblicke dieser Texte ehren!

Die starren Finger tippen auf die Regeln,
Weil Widerworte kommen nur von Flegeln.
Der Sinn der Haikus muss sich bald bewehren!

Herzlichst, mit einem Lächeln

Walter
...
geschrieben von Markus Sulzberger, October 06, 2008
Nun Walter, man sollte doch bedenken, dass dies kein Religionsforum ist und darum hier nicht Zazen gelehrt wird..., denn solche Methoden darf man nur und ausschliesslich bei Menschen anwenden die dies wollen, sonst geschieht ein Unglück, das muss unbedingt bedacht werden. Gerade Angelika wies übrigens an anderer Stelle im Zusammenhang mit Issa auf ganz andere Strömungen und Einflüsse in Japan hin.
Zur Erinnerung:
http://www.haiku-heute.de/Arch...enert.html
...
geschrieben von Walter Mathois, October 06, 2008
Markus, das "Meditationsbeispiel" ist mir aus der Stirn gesprudelt (Ich könnte auch andere Beispiele, z.B.: aus Baseball, ansetzen). Es ist Training. Und Training ist hart. Da kanns auch mal Attakten geben. Nebenbei bemerkt empfinde ich, langsjährig an Zen interessiert, Zen nicht als "Religion", sondern als Lebenshaltung.
HerbstLicht
Walter
...
geschrieben von Gabriele Brunsch, October 06, 2008
Liebe Nina Simone,

gerade brechen die Aktienkurse ein. Das Radio dröhnt Schauernachrichten.
Aber ich sehne mich nach der Leichtigkeit. Nach dem Zauber schöner Haiku.

Und das Luxarium war so ein Ort, in dem diese wachsen und gedeihen konnten.

Gut, ein jeder von uns schmiedet im stillen Kämmerlein (>Kalauer
...
geschrieben von Gabriele Brunsch, October 06, 2008
...
geschrieben von Gabriele Brunsch, October 06, 2008
der Kommentar war noch nicht fertig!
...
geschrieben von Gabriele Brunsch, October 06, 2008
Liebe Nina Simone,

gerade brechen die Aktienkurse ein. Das Radio dröhnt Schauernachrichten.
Fortsetzung zum oberen:

(>Kaulauer
...
geschrieben von Gabriele Brunsch, October 06, 2008
...sein Verslein und bangt davor es einer unbekannten Öffentlichkeit vorzustellen.

Aber dann beginnt es:

A sagt was, B widerspricht, C hat wieder eine andere Meinung. Man wird sich der Worte bewusst, die man geschrieben hat, man lenkt ein, man verändert die Zeile.

Man liest seine eigenen Worte plötzlich ganz anders, so wie sie hier gesehen werden, hatte man es doch gar nicht beabsichtigt, alles war doch ganz und gar anders, ganz und gar anders....

Dann beginnt man nachzudenken - man beginnt zu lernen.

Das ist ein Schritt-für-Schritt-Vorgang, schmerzlich und manchmal auch deprimierend, aber dann, wenn das Aha-Erlebnis kommt, wenn man zu begreifen beginnt, was es denn eigentlich ist, was ein Haiku ausmacht, wenn man ein wenig dahinterkommt, dann....

...dann kommt man allmählich an und ist beglückt.

Es gibt Hunderttausende von Haiku im Netz. Nur über den Herbst gibt es vielleicht Abertausende. Wir verwenden immer die gleichen Worte, weil unsere Sprache uns doch nur diese und keine anderen bietet, und doch, wenn das Haiku da ist, dann ist es einzig.

Um das herauszufinden brauchen wir allerdings die Experten, die mehr kennen als wir selbst.

Gerade beim Haiku ist das leider so. Auch Google kann uns da nicht wirklich helfen.

Gib nicht auf. Ich spüre in Deinen Vorschlägen Lust am Schreiben, Lust am Beobachten.

Lass Dich auf die Arbeit ein und du wirst nur Gewinn davontragen, mehr jedenfalls als die armen Aktienknaben, die heute auf ihre leeren Konten starren.


Liebe Grüße
Gabriele



...
geschrieben von Gabriele Brunsch, October 06, 2008
Hallo,

jetzt musste ich wirklich schallend lachen. Der Kalauer, hat sich auf meine Bemerkung zum "stillen Kämmerlein und Verse dort schmieden" bezogen.
Aber durch die "Kommentarfunktion-Miss-Funktion" - das System hat immer nur Abschnitte wiedergegeben und nie den ganzen Text - ist es etwas anders, also als durchaus "falschinterpretierbar" rübergekommen, was ich so nicht intendiert hatte.

Gabriele
...
geschrieben von Markus Sulzberger, October 07, 2008
...nun, da handelt sich offenbar um eine Form der künstlichen Intelligenz

Gruss in die Runde, Markussmilies/cheesy.gif
...
geschrieben von Walter Mathois, October 07, 2008
künsterische Intelligenz ?....
smilies/grin.gif
...
geschrieben von Gabriele Brunsch, October 07, 2008
Liebe Nina, lieber Markus, lieber Walter,

so weit weg vom Haiku...

Ich wollte doch einfach nur hilfreich sein und aufmuntern.

Dein Kommentar lieber Markus lässt mich natürlich zweifeln, ob ich da richtig verstanden wurde, denn die "künstliche Intelligenz" hat ja genau an der Stelle gegriffen, wo mein Kommentar vom Sinn her völlig ins Gegenteil schwappte...
Rückwirkend kann ich, (wenn ich meinen nächtlichen Wortschwall überdenke), aber doch sagen, dass sich das Wort "Kalauer" durch den Textbruch natürlich auch als gegen meinen Text verstehen ließe. Auweh, das tut weh, ist allerdings nicht zu ändern.

Das ist ja fast wie bei einem guten Haiku... alles klingt an, alles ist möglich...

Lieber Walter,

Deine "künstlerische Intelligenz" ist ja Balsam, wem auch immer Du sie zuschreiben wolltest!

Liebe Grüße an alle
Gabriele

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