... geschrieben von Horst Ludwig,
February 05, 2009
Ich muß flenn'n / — nichts kann lieber uns werden — / von ganzem Herzen.
... geschrieben von Gabriele Brunsch,
February 05, 2009
...da schenkt mir meine liebe Cousine einen Bildband mit schlesischen Ansichten aus der Kriegs-und Vorkriegszeit, modern aufgemotzt, auf jeder Seite mehrere Fotos auf engstem Raum zusammengepfercht...oder Bilder ohne Farbe, großformatig präsentiert, die wie gehemmt den Raum bedecken, ohne Aura, ohne Charisma...
...da fiel es mir wieder ein, mein Buch, dieses Erbstück von meiner Mutter, dieser Bildband von Schlesien... und ich machte mich auf die Suche: Großformatige, ruhige Ansichten (schwarz-weiß) einer lebendigen, fruchtbaren Landschaft. Dort hatte sie ihren Ursprung, meine Mutter, in einer dieser reichen Städte, wo schon in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts Straßenbahnen fuhren und das "Water-Closet" eine ganz normale, alltägliche Einrichtung war, natürlich nicht eins pro Haus/oder Stockwerk, sondern eins in jeder Wohnung.
...das ist - für mich ganz persönlich - ein ganz wunderbares Haiku... Muttel etwas still - sie hat allen Grund dazu...
Gabriele
... geschrieben von hans lesener,
February 06, 2009
Hallo Gabriele -
aus Deinem Kommentartext könntest Du sicher ein wunderbares Haibun machen !
Beste Grüße , Hans.
... geschrieben von Beate M. Conrad,
February 07, 2009
Vielen Dank allen für die jeweils auf ihre Weise treffenden Beiträge, die zeigen, daß der Text verschieden anrührt und anregt trotz oder vielleicht auch wegen des Persönlichen. Beate
... geschrieben von Walter Mathois,
February 09, 2009
Hm, ja, eine spontane Version, sozusagen, ein Bild, das plötzlich aufstieg:
Zum Geburtstagstee altschlesische Ansichten. Zuckerkuchen?
Liebe Grüße Walter
... geschrieben von Beate M. Conrad,
February 09, 2009
Das hat auch einigen Erlebniswert, Walter. Dankeschön. Den Zuckerkuchen in c wandeln wir noch flugs in "Frischer Mohnstriezel" um. Der kulinarisch versüßende Genuß (Mohnstriezel regiontypisch) als Heimatverbundenheit und in solch einer Situation ist ja auch nicht von der Hand zu weisen. Beate
... geschrieben von Horst Ludwig,
February 09, 2009
Sträselkucha, doas is Kucha, Doas is Kucha, sapperlot!, Wie's uff Herrgoots weiter Arde Nernt nich su woas Gudes hoot! Wär woas noch su leckerfetzig Eim Geschmak ooch noch su schien: Über schläsche Sträselkucha Tutt halt eemol nischt nich giehn!
Wunderbar Beates altschlesische Ansichten — und hier auch die doppelten Verneinungen als verstärkte Verneinung. So sprechen Leute noch ganz natürlich!
... geschrieben von Walter Mathois,
February 10, 2009
Wunderbar Horst!
Ja die doppelte Verneinung. Cassius Clay hats ebenfalls so in einem Interview gemeint. Kein + -, sondern ein verstärktes Nein, wie es auch in vielen anderen Sprachen so verstanden wird.
Liebe Grüße Walter
... geschrieben von Beate M. Conrad,
February 11, 2009
Mit Hermann Bauchs "Sträselkucha", von dem Horst Ludwig die erste bzw. letzte Strophe hier so treffend zitiert hat - vielen Dank dafür - werden die altschlesischen Ansichten ganz klanglebendig: "Über schläsche Sträselkucha tutt halt nischt nich giehn!" Und dann reicht Muttel ihren selbstgebackenen "Mohnkucha uff'm Blech mit schläsche Sträsel ... von wegen latschiges Gepomper ..."
Apropos Kulinarisches:
"Schläsches Himmelreich", schon wieder verspricht er sich beim Vater-Unser.
Und zu den interessanten Mehrfachverneinungen ganz aktuell:
Some solemnly swear: "There ain't no money no more." ― Race for the iceberg.
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