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berg athos
© Walter Mathois   
09. 04. 2009
Kommentare (4)Add Comment
...
geschrieben von Walter Mathois, April 09, 2009
Sorry. irrtümlich doppelt gespeichert! *????*
Markus, bitte löschen. Danke.
LG
Walter
...
geschrieben von Gabriele Brunsch, April 09, 2009
Vor einigen Stunden, lieber Walter, schrieb ich genussvoll Genussvolles über Kloster und Klöster von der Antike (vorkoptische Zeit) bis hin zur Renaissance und in die Moderne hinein zum Leben der Mönche und meine Begegnung damit. Leider das Übliche, telefonisch abgelenkt hatte ich nicht gespeichert, sondern nur auf Preview geklickt, und so war alles weg.

So, also zum berg athos und Deinen Schlangen.

Wie in einem Harem auch, war es den Mönchen verboten Hunde zu halten, Katzen allerdings waren erlaubt und natürlich Geflügel.

Vor allem weibliche Tiere, größere, waren streng verboten in den orientalischen Klöstern, weil man um die Sitte der Sodomie wusste, gab es doch sogar hölzerne Stühlchen aller Art, die dem Mann die Begegnung mit dem Tier erleichtern sollten.

Nun, zum Haiku.

Die Schlange, diese arme, biblisch verkannte, Kreatur ist ein wildlebendes Tier, das sich im Verborgenen paart und daran können die Mönche keinen Anstoß nehmen, wiewohl sie natürlich hoffen, dass die zugelassenen Katzen (auch weibliche) sie mitsamt den Ratten und Mäusen aus der Nähe des Klosters vertreiben.

Im Harem (geheimer ort für Frauen)durften übrigens Hunde auch nicht gehalten werden (vice versa) - Katzen aber schon!

Also mir gefällt Dein Haiku, lieber Walter.

Es verbirgt sich sehr viel kontroverses Gedankengut darin und es hat mich wieder in eine Welt hineingeführt, von der ich schon lange nichts mehr gelesen hatte...

Spannend!

Gabriele

P.S.:
Natürlich hatte ich mich auch in Wikipedia kundig gemacht.
Die beiden Zitate zum Ausschluss des weiblichen Geschlechts finde ich besonders schön:

* „Aus diesem Paradiese ist das Weib verstoßen, damit der Mann nicht jenes Paradieses verlustig gehe“ (Fredrich 1915, S. 10)

* „Die Athoniten verwehren den Frauen den Zutritt zum Heiligen Berg, weil sie die Frauen wahrhaft lieben. Alle Frauen sind auf dem Athos abwesend, und doch wieder, durch die Gottesmutter, Maria, sind alle anwesend.“ (Pater Mitrophan in: Günther 1996)


Wenn das mal nicht eine Lektüre ist! Ich muss allerdings hintanschieben, dass ich ein Leben in Askese und Entsagung als Grundprinzip einer reinen und gottnahen Lebensweise sehr bewundere und weiß, wie schwer es ist dieses Lebensprinzip durchzuhalten, mit allem was dazugehört, (hormonelle Schwankungen, sind nur eine der vielen Unabwägbarkeiten, denen die menschliche Natur unterliegt.)

Hier in der Nähe haben wir die Benediktiner und ein evangelisches Frauenkloster, mit beiden hatte ich schon enge Berührungspunkte (mit allem Respekt vor der Entscheidung sich dorthin zu begeben!).

Irgendwo in meiner Erinnerung befindet sich der Wortlaut einer Streitschrift (Papyrus) aus einem frühchristlichen koptischen Kloster (Ägypten), in der ein Mönch namens Anchscheschongi versucht, die heimtückischen Gefahren, die von Frauen ausgehen, aufzuzählen. Da ist nicht nur von ihren ganz normalen menschlichen Schwächen die Rede (sie ist ja kein Mann), sondern die Art und Weise wie sie durch ihre Gegenwart (auch die sexuelle) den Mann schwächt, ja, für ihn eine Art "Wertminderung" darstellt, das fand ich schon sehr interessant.














...
geschrieben von Gabriele Brunsch, April 09, 2009
Walter Mathois

berg athos -
zwei schlangen
paaren sich



Ich habe in der falschen Rubrik kommentiert. Drum schnell den Text nachgeschoben, für diejenigen, die jetzt hier suchen...
(bis das liebe Helferlein dieses Missgeschick bitte wieder ausbügelt! Danke!)
...
geschrieben von Walter Mathois, April 14, 2009
Liebe Gabriele,
vielen Dank für Deinen Kommentar. Dieses Haiku ist aus einer Beobachtung von Hellmuth Kopecky, einen Athos-Geher, der in den Achzigern sehr oft den Athos bereist hat, entstanden.
Liebe Grüße
Walter

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