Ein wunderbares Gedicht, lieber Walter! - Danke Dir!
Es hat eine eigene Dynamik, die ich mal kurz begruenden moechte. Wer Deine Texte nur fluechtig liest, wird nie die Verdichtung, die darin liegt erkennen und nur meinen: Naja, stark beobachtet. Du hingegen komprimierst einen Zeitraum von mehreren Sekunden bis Minuten. Also mehr als nur einen Moment. Blitz und Donner gehoeren zusammen, aber haben zeitlich verschiedene Ablaeufe. Sie fallen also nicht zeitlich zusammen. Dort - die Geranien. Da - die verschreckte Katze. Somit auch raeumlich getrennt.
Das Licht des Blitzes verbreitet sich in der Luft mit 300.000 Kilometern pro Sekunde (Lichtgeschwindigkeit), die Schallwellen dagegen nur mit rund 300 Metern pro Sekunde. Daher sieht man, wenn man sich in einiger Entfernung zu einem Gewitter befindet, erst den Blitz und hört dann den Donner. Teilt man die Zeit (Sekundenzahl), die nach der Wahrnehmung des Blitzes bis zum hörbaren Donner verstreicht, durch drei, so erhält man die Entfernung des Gewitters in Kilometern.
Erstaunlich, was man in 17 Silben packen kann!
Ich will jetzt auch garnicht wissen, ob es ein Flaechenblitz (von Wolke zu Wolke) oder ein veraestelter Linienblitz (abgeleiteter Blitz) war, weil es Dir nur um die Erhellung geht/ging. Eine kurzzeitig aufleuchtende Geranie und die verschreckte Katze. Der Blitz muss sehr nah gewesen sein.
Gruss Heike
... geschrieben von Katharina Gerber,
June 02, 2007
Lieber Walter
In deinem Gedicht finde ich die beiden Seiten des Gewitters, die erhellende, faszinierende und die gefürchige, donnernde. Eine Wahrnehmung, die man auch in der Mythologie so findet. Das Gewitter bringt Regen, also ein Segen für die Pflanzen. Für andere Lebewesen kann ein Gewitter, z.B. in Form eines Blitzeinschlags, verheerend sein. Auch hier die beiden Seiten.
Diese Grunderfahrung in drei Zeilen zu fassen, finde ich beeindruckend.
Liebe Grüsse Katharina
... geschrieben von Walter Mathois,
June 04, 2007
Liebe Heike, liebe Katharina, soweit ich diesen Moment beschreiben konnte, habe ich es getan. Das Gewitter war sehr nah. Nun, den hörbaren Moment des Blitzes, das "Ssssssst" , konnte ich nicht in das Gedicht einflechten. Möglicherweise war ich zu diesem Zeitpunkt demütig verängstigt.
Ich danke euch für die Auseinandersetzung mit dem Gedicht.
Herzlichen Dank Walter
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Es hat eine eigene Dynamik, die ich mal kurz begruenden moechte. Wer Deine Texte nur fluechtig liest, wird nie die Verdichtung, die darin liegt erkennen und nur meinen: Naja, stark beobachtet.
Du hingegen komprimierst einen Zeitraum von mehreren Sekunden bis Minuten. Also mehr als nur einen Moment.
Blitz und Donner gehoeren zusammen, aber haben zeitlich verschiedene Ablaeufe. Sie fallen also nicht zeitlich zusammen.
Dort - die Geranien. Da - die verschreckte Katze. Somit auch raeumlich getrennt.
Erstaunlich, was man in 17 Silben packen kann!
Ich will jetzt auch garnicht wissen, ob es ein Flaechenblitz (von Wolke zu Wolke) oder ein veraestelter Linienblitz (abgeleiteter Blitz) war, weil es Dir nur um die Erhellung geht/ging. Eine kurzzeitig aufleuchtende Geranie und die verschreckte Katze. Der Blitz muss sehr nah gewesen sein.
Gruss
Heike