Statistiken

Besucher: 392803

Archiv

CBE Login

Benutzername   Passwort
 
Angemeldet bleiben
Passwort vergessen?

Noch kein Benutzerkonto?
Registrieren

Startseite arrow Haiku arrow Ich werde
Ich werde
© Horst Ludwig   
26. 05. 2008
Ich werde siebzig.
Die ersten Anemonen
heute am Wege.


Kommentare (8)Add Comment
...
geschrieben von Markus Sulzberger, May 27, 2008
Herzliche Gratulation Horst Ludwig!
Und weiterhin eine frei fliessende Inspiration über den grossen Teich hinweg!

Markus Sulzberger
...
geschrieben von 1o2 1o2 1o2, May 27, 2008
Einen herzlichen Glückwunsch möchte auch ich senden, lieber Horst Ludwig. Wobei das Älterwerden an sich kein Verdienst ist, sondern die Kreativität, die mit zunehmenden Alter auch zunimmt.

Bei dem Text gefällt mir die Gegenüberstellung des stattlichen Alters und der "ersten" Anemonen, auch noch sehr feinnervig unterstützt durch "heute". Die Zeit zieht sich durch den ganzen Text als Thema. Letztlich setzt "Wege" noch den Schlusspunkt - in Assoziation zum Lebensweg, zum Weg, den wir gehen.

Sehr gelungen!

Herzlich
Rudi Pfaller
...
geschrieben von Horst Ludwig, May 27, 2008
Liebe Freunde, vielen Dank für die guten Wünsche für mich. Aber mein Text ist mit viel poetischer Freiheit geschrieben: Einmal bin ich gerade eben 72 geworden (Honi soit qui mal y pense, daß 72 ja zu viele Silben gehabt hätte! Nein, die Leute sagen, ich sehe weit jünger aus. [Nette Leute übrigens natürlich!]), und dann sind die Anemonen bei uns hier dieses Jahr immer noch nicht heraus — oder ich habe sie verpaßt. Aber, lieber Rudi Pfaller, Sie lesen den Text mit sehr feinem Gefühl: Die Zeit und der Weg, das bewegt mich schon — und mit jedem neuen — neuen? weiteren! — Lebensjahr eindringlicher. Und lieber Markus Sulzberger, Ihnen vielen Dank für Ihre Arbeit, wodurch wir hier poetische Texte und Gedanken zu sowas unter die Leute bringen können. Und daß wir das im und mit Lux tun, das ist Kultur. — Ganz herzlich und in alter Frische Ihr Horst Ludwig
P.S.:
Der Weg zur Kirche
mit dem blühenden Flieder
liebreich, holdselig
Das hab ich irgendwann so Mitte Februar geschrieben.

...
geschrieben von Heike Gewi, May 28, 2008
Lieber Horst, dem "Meister des Fast-Nichts" (wie ich Dich zu nennen pflege)zu seinem Ehrentage die allerherzlichsten Glueckwuensche.
Es grenzt an magie aus fast Nichts Poesie zu zaubern (mal davon abgesehen, dass es ein Jubilaeumsgeburtstag ist).
Einfach - gelungen!

LG - Heike

@)--------
...
geschrieben von Markus Sulzberger, May 28, 2008
...selbstverständlich bezogen sich meine virtuellen Glückwünsche auf das lyrische Ich smilies/smiley.gif

goldener Schimmer
Rosen blühen wieder
am Andreaskreuz
...
geschrieben von Heike Gewi, May 28, 2008
Mann, Markus, smilies/cheesy.gif - couldn't resist:

rough day --
on his back
rose thorns


...
geschrieben von Horst Ludwig, May 29, 2008
"Die Zeit zieht sich durch den ganzen Text als Thema", schrieb Rudi Pfaller, und gerade das fand er gut. Und so würde ich bei
goldener Schimmer
Rosen blühen wieder
am Andreaskreuz
in b sogar "aufblühen" oder "erblühen" in Betracht ziehen, einfach weil das mehr Bewegung, Zeitänderung in den Text bringt (ja, ich würde sogar das etwas altertümliche "erblühen" wagen), — und die unauffällige Alliteration würde auch unauffällig verstärkt. Ich mag sowas. Und was einfach die Nennung "Andreaskreuz" mit sich bringt! Dabei auch die Aufforderung, sich wirklich gut dazu zu informieren; denn der Text will ernstgenommen werden. Auch der hat es in sich für die, den die Fragen nach Sein und Zeit und den Weg, die Wahrheit und das Leben nicht loslassen. Und Heikes Text: Ja, ganz mein Gefühl am Ende unseres akademischen Jahres hier! Wie zitierte doch Kurt Tucholsky aus einem fremdsprachlichen Sprachführer: "Die Rosen fallen weg, die Dörner bleiben." Das Deutsch mag schwach sein, aber die Wahrheit kommt auch so ans Licht. — Meine Grüße also ostwärts, wo Ihr mir ja alle voraus seid, bis ans Jemener Tor, wo der Markt des Lebens schon im Gange ist und auf besonderen Instrumenten wer spielt: "Muß i wirklich denn / zum Städele hinaus und / du, mein Schatz, bleibst hier", und nicht so, wie Mackie Messer es verfremdet und wahr daherredet, sondern mit einem romantischen Unterton und Gefühl für den pain in the back. — Meine besten Grüßen also Euch allen von hier, wo's dunkel ist und ich nicht viel heller bin und ich mich gleich nach den 10-Uhr-Nachrichten trotz der rose thorns, die mir nun einmal im Kopf und im Rücken herumgeben, erstmal einiger Ruhe hingeben werde.
...
geschrieben von Horst Ludwig, May 29, 2008
Nachtrag einen Abend später:
Ich sehe eben, daß "blühen" in Markus' "Goldener Schimmer"-Haiku auch sehr gut Sinn ergibt, daß also die Änderung zum *dynamischeren* "aufblühen/erblühen" nicht nur nicht nötig ist, sondern sogar ein anderes als das intendierte Bild ergäbe. Das *Statische* am einfachen "blühen" entspricht sehr gut einer anderen gemeinten Dynamik.
Der Erschöpfung am gestrigen Abend schreibe ich einen grammatischen und einen Tippfehler in meinem vorausgehenden Beitrag zu: "[...] für die, den die Fragen nach Sein und Zeit und den Weg, die Wahrheit und das Leben nicht loslassen." Richtig ist da natürlich "Auch der hat es in sich für die, die die Fragen nach Sein und Zeit und den Weg, die Wahrheit und das Leben nicht loslassen." Und die "rose thorns" gehen (nicht "geben") mir nun einmal im Kopf und im Rücken herum. Aber Ihr geneigte Leser werdet's schon richtig gelesen haben. — Beste Grüße von mir also vielleicht doch in etwas alternder Frische!

Kommentar schreiben
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar abzugeben. Bitte registrieren, wenn Sie noch kein Konto haben.

busy
 
< zurück   weiter >
© 2012 LUXARIUM Haiku und Wordicht Forum Winterthur Schweiz
Design:: LUXARIUM