... geschrieben von Beate M. Conrad,
December 17, 2008
Ansprechend ist hier ein unterschwelliges, aber dann doch recht intensiv werdendes Innehalten, das das Knarren verursacht. Vielleicht geht auch jemand über die Holzbrücke, vielleicht ist es aber nur der die Strömung begleitende Wind. Und für einen kurzen Augenblick entsteht der Eindruck, als ob auch der Fluß kurz anhielte und lauschte. Folgende Variante ist mir dazu eingefallen:
Sie knarren etwas, die kleinen Brückenbretter. Der Fluß rauscht weiter.
... geschrieben von Heike Gewi,
December 17, 2008
Sie knarren etwas, die kleinen Brückenbretter. Der Fluss rauscht weiter.
Jetzt bin ich frech!
Sie knarren etwas, die kleinen Brückenbretter. Der See lauscht weiter.
Stille und nichts als Stille! Habe ich wirklich etwas gehoert? Wenn ich mich gruebelnd abwende, bleibt der See in seiner Stille weiter ge-/befangen/belassen.
Aber das hilft Christine nicht weiter, denn ein fließendes Gewaesser hat Toene.
;-)) Heike [schlagt nicht gleich wieder!]
... geschrieben von christine eva maria matha,
December 17, 2008
hallo, hm, als See kann man den Eisack hier wohl nicht bezeichnen, aber es freut mich wenn Euch dazu was einfällt. Für mich ist es das Weiterrauschen das man auch als gleichgültig empfinden kann, in Gegensatz zum Lebendigen, wie es das Holz an sich ja ist. Herzliche Grüsse also vom linken Eisackufer in Brixen . Christine
... geschrieben von Gabriele Brunsch,
December 17, 2008
Liebe Christine,
Ich habe lange gegrübelt, als ich Dein Haiku las. Es kam mir sehr bekannt vor, ich hatte fast das Gefühl, als wäre ich zitternd schon einmal über die knarrenden Planken gelaufen und unter mir hätte der anwachsende Wildbach unheimlich gerauscht...
So ein Erlebnis bleibt unvergessen, das kannst du mir glauben!
Jetzt habe ich es gefunden!
Kleine Holzbrücke die alten Bretter knarren - der Fluss rauscht weiter.
Jetzt hast Du es etwas modifiziert. Aus knarren wurde knarrend. Wobei mir das erstere besser gefällt.
Aber, und jetzt bitte ich Dich mir nicht völlige Hirnlosigkeit vorzuwerfen, wenn mich meine Erinnerung nicht trügt, dann war in Deinem allerersten Entwurf noch mehr drin:
Ich erinnere mich an mehr, an einen anschwellenden Bach/Planken? ...
Für mich war das Begehen der kleinen Brücke mit einer Gefahr verbunden, darüber hatte ich mir länger Gedanken gemacht, und deshalb überhaupt das haiku und die Wandlung - die ich nicht so befriedigend fand - damals - überhaupt im Gedächtnis behalten. (Sept.08)
Sicherlich hast du in Deinem Notizbuch oder auf einem Zettel noch die Entwürfe, sie würden mich sehr interessieren.
Ich habe mich sehr gefreut als ich dieses Haiku, das für mich sehr viele Kindheitserlebnisse in sich birgt (mit der Gefahr eben), wieder zu lesen.
Liebe Grüße Gabriele
... geschrieben von christine eva maria matha,
December 18, 2008
ja, wenn ich weiter drüber nachdenke, scheint mir dass kleine Brücken uns im Leben oft über reissende Wildwasser hinüber führten, ohne dass wir es möglicherweise so richtig wahrgenommen haben... oder die Gefahr begriffen haben. Also heisst es vielleicht doch besser; die alten Bretter knarren - der Fluss schwillt an. herzlichen Dank für die Weihnachtskarte und L.G. Christine
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Folgende Variante ist mir dazu eingefallen:
Sie knarren etwas,
die kleinen Brückenbretter.
Der Fluß rauscht weiter.