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konzertstress
© Heike Gewi   
16. 02. 2009

konzertstress -
fast jedem T-shirt
hängt die zunge
Kommentare (11)Add Comment
...
geschrieben von Gabriele Brunsch, February 17, 2009
???
Liebe Heike,

ich verstehe es nicht - welche Bildungslücke habe ich denn nun hier?

Gabriele
...
geschrieben von Beate M. Conrad, February 17, 2009
Die herausgestreckte rote Zunge ist seit ihrem Album "Sticky Fingers" das Symbol der Stones, liebe Gabriele. Genauer der Rolling Stones (brit. Rock-n'-Roll-Gruppe um Mick Jagger und Keith Richards als bekannteste Bandmitglieder). Und dann klärt sich wohl auch relativ schnell die Situation, die Heike hier beschreibt. Eigentlich gabs Finanz- und Rechtsstreß mit dem Plattenverleger. Aber der extrovertierte Stil auf der Bühne und auch sonst in der Öffentlichkeit gab so einigen Anlaß zu Aufregungen der unterschiedlichsten Couleur, besonders bei weiblichen Fans. Aber vielleicht fand das von Heike beschriebene Konzert auch nur bei recht warmen Wetter statt bzw. die Jungs waren nicht ganz auf der Höhe ihres Könnens. LG Beate
...
geschrieben von Beate M. Conrad, February 17, 2009
P.S: Und als Symbol fand bzw. findet sich die Zunge auf allmöglichen Merchandise-Produkten der Stones, die in Heikes Text also reichlich Absatz fanden. Wahrscheinlich hat's nur "Bon Jovi" noch besser hinbekommen bei ihrem Werbedeal mit VW.
...
geschrieben von Heike Gewi, February 18, 2009
Gabriele, das doch keine Bildungsluecke, sondern die Frage, wessen Fan ist man. Beate hat volle Punktzahl. Treffer.

Vielleicht eine andere Version:

stones-konzert...
fanbussen haengt die zunge


Ansage: Konzert findet statt. Nichts wie hin! Sch...kein Geld.
Extraschicht, 3xmehr Hundchen Gassi fuehren;
Karte kriegen. Schwarzmarktpreise!!! An-und Abfahrt! Busse gerammelt voll. Beim Freund im Trabbi pennen. 3 Stunden work out. Heiser!
Schweissgeruch. Auf dem Bahnhofsklo waschen...
Blick in den Spiegel: Achselhoehlen verschwitzt...selbst dem T-shirt haengt die Zunge. Muedes, zufriedenes Laecheln.
Das muss Liebe sein! Oder?

...
geschrieben von Heike Gewi, February 18, 2009
Uff! "...das ist doch keine..."

ausgelassen ...
das neue keyboard
etwas verklemmt

;-))
...
geschrieben von Gabriele Brunsch, February 18, 2009
Liebe Heike, liebe Beate,

...es war einmal vor vielen vielen Jahren, da klang aus einem Lautsprecher das Lied "I can get no..." und allewelt sang lauthals mit!
Das ging unter die Haut! Ich hörte das Lied zum ersten Mal und fand es umwerfend. Wir wedelten mit den Armen dazu. Einige kannten es und tanzten dazu auf eine ganz besondere Weise. Wir machten es nach: Wir tobten, sprangen, stampften. Irgendeiner sagte, das sei von den Stones. Die kannte ich nicht, aber das Lied fand ich gut. Es wurde zum Ohrwurm. Wir sangen es laut auf der Straße. Wir sangen es auf den Gängen des Internats. Beim Schulausflug einige Tage später.
Ich schwärmte für meinen Deutschlehrer. Als wir das Lied wieder mal provozierend laut geträllert hatten, kam er zu unserer Gruppe her und sagte mit einem seltsam süffisanten Lächeln in die Runde: „So schlimm steht’s um Euch arme Mädchen! Tststs!“. Sein amüsierter Blick hatte einen unglaublichen Nachhall bei mir ausgelöst.
Ich war sehr verwirrt und grübelte, was er denn damit gemeint haben könnte.
Da begann es mir zu dämmern, vielleicht hatte es ja etwas mit dem Text des Liedes zu tun. Ich fragte meine Freundin, ob sie denn wisse, was der
Text bedeute, keiner in der Gruppe wusste es.
Als ich im Studiersaal am Abend das Wörterbuch nahm und die genaue Übersetzung vor mir liegen hatte, wurde mir übel vor Scham! Ich wollte in ein Loch versinken, mich krank melden, die letzten Tage, das Toben, das Singen, das Stampfen auslöschen. Ich dachte, ich könnte meinem Deutschlehrer niemals wieder unter die Augen treten.
Von da an hasste ich die Stones, Mick Jagger war für mich ein unattraktiver Breitmaulfrosch und ich konnte die Mädchen und später die Frauen nicht verstehen, die ihm zu Füßen lagen. Ich glaube, ich habe ihm die allererste Begegnung niemals verziehen.

(Das zur allgemeinen Erheiterung!)

Gabriele
...
geschrieben von Heike Gewi, February 18, 2009
Mhm! Jaaa...und wieder eine Form von Stress (Rockstretch).
Man koennte sicher mit beliebig viele Glossen erweitern, denke ich.
Ich war als Backfisch Kaltblueter. Mich hatte Derartiges nicht beruehrt (ausser in der Zwoelften zur Schuldisko in der Sporthalle, wo wir gleichzeitig noch mit den Keulen auf dem Boden gehaemmert hatten bis...die Lehrer gekommen sind), aber heute amuesiert es mich.
Da ich heute paedagogisch auf meine Kinder wirken soll, wirken mir solche Labels entgegen.
In der Erstversion stand "labelstress"! Damit haette ich aber keinen erreicht (oder? [oder nicht]).

Ja, die Labels...*kopfkratz*
Herzliche Gruesse an Euch
Heike ;-)

...
geschrieben von Walter Mathois, February 19, 2009
Hallo ihr Lieben,

und wie klingt das:

konzertstress-
die zunge schwitzt
am t-shirt

???

Liebe Grüße
Walter
...
geschrieben von Heike Gewi, February 19, 2009
Damit es nicht zu sehr verwirrt, vielleicht:

stones-konzert -
die zunge schwitzt
am t-shirt


Hatten wir schon "am", Walter???

;-))
...
geschrieben von Walter Mathois, February 19, 2009
Hm, für Kenner der 60er und 70er...ist der link stones zunge sehr deutlich, oder?...Aber vielleicht hast Du recht.
Wir hatten noch nicht "am".

Liebe Grüße
Walter
...
geschrieben von Beate M. Conrad, February 20, 2009
Ein herrlicher Beitrag, Deine Erinnerungen, liebe Gabriele. — Ein "Stones-Fan", nein, aber generell bin ich sehr an Musik interessiert. Der simple Song traf den Nerv einer Generation auf dem Weg der Ablösung, Identitätsfindung und "sexuellen Befreiung".
Liebe Heike, der Ursprungstext, so wie hier eingestellt, daran würde ich nicht viel ändern. Auch ohne "Stones-Kenntnisse" sollte generell die Konzertsituation erfaßbar sein. Die Formulierung "fast jedem T-Shirt hängt die Zunge" läßt die Imagination des T-Shirts als Konzertbesucher, dem die Zunge hängt oder bestimmte Teile des Publikums, denen die Zunge ob der Wesen in T-Shirts hängt (aus unterschiedlichen Gründen (siehe mein Kom. oben). Wer um die Stones weiß, der liest dann noch mehr daraus zu Musik-,Jugendkultur und Zeitgeist. Da steht's wie mit allen Verweisen zu Literatur, Mythologie usw.
Vielleicht wäre a "Streß beim Konzert" zu überlegen? Beate

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