andere versionen bei denen ich mir nicht sicher bin:
im rückspiegel entschwindet die heimat - morgenrot
im rückspiegel verliert sich die heimat - morgenrot
morgenrot - im rückspiegel verliert sich die heimat
... geschrieben von Angelika Wienert,
July 30, 2008
mir gefällt
morgenrot - im rückspiegel entschwindet die heimat
Heimat, so ein alter Begriff, verbunden mit vielen Emotionen, Traditionen. Rückspiegel, ein Begriff aus der Technik (Auto, Motorrad). Schöner Kontrast!
... geschrieben von sonja raab,
July 30, 2008
hallo angelika! danke für deinen kommentar! tatsächlich war`s so, daß ich heute meinen mann um 5.00 uhr zur frühschicht brachte, und im rückspiegel des autos sah ich das wunderschöne morgenrot, die strassen glänzten und spiegelten das rosa, und ich fuhr eben weg von zu hause, deshalb "entschwand" die heimat im rückspiegel...
alles liebe, sonja
... geschrieben von Gabriele Brunsch,
July 30, 2008
Liebe Sonja, mich durchzog beim Leisen ein Gefühl von Wehmut. Morgenrot, Aufbruch in aller Frühe, ich muss wegfahren, vielleicht in den Urlaub, ich lasse alles hinter mir, und sehe langsam im Rückspiegel die letzten Konturen der Dinge, die mir vertraut sind, verschwinden. Dieses Bild weckt eine Menge Assoziationen, wie Angelika sagt, Heimat, ein alter Begriff, der aber satt trägt, wenn man ihn empfindet und erlebt (oder erlebte). Der Rückspiegel, dieser kleine Ausschnitt filtert, reduziert, macht das, was sich entfernt noch winziger... das Entschwinden deutet auch auf einen längeren Prozess hin... Ich finde, so wie es oben steht, ist es gelungen. liebe Grüße Gabriele
... geschrieben von Klaus Stute,
July 30, 2008
Das Bild gefällt mir gut - aber nach meinem Empfinden hast du das haiku so formuliert, als wär es ein Abschied für immer - oder zumindest für lange Zeit.
Ich würde den Moment des Loslassens betrachten - nicht das langsame Entschwinden.
abgefahren - im rückspiegel das morgenrot
Klaus
... geschrieben von Gabriele Brunsch,
July 31, 2008
Lieber Klaus,
...bei Deiner Version stellt sich mir die Frage, warum du das P.P. "abgefahren" nimmst, wäre da nicht einfach: abfahren In ihm ist die Bewegung noch drin, wobei "abgefahren" schon wieder im Stillstand verharrt.
Du hast weiter unten geschrieben: Und für die Bestandteile des haiku gilt: es muss passen - und vor allen Dingen: es muss haiku drin sein!
Jetzt frage ich mal: Wo ist denn da Haiku drin?
Lass mich Dein Haiku doch einfach mal rumdrehen, damit wir mit dem kleinen Haikugefäß (Name - Form - Vorstellung) ein wenig mehr Haiku einfangen:
abfahren - morgenrot im rückspiegel
das überrascht eher, was meinst Du? Gruß Gabriele
... geschrieben von sonja raab,
July 31, 2008
Klaus, deine Version ist ja voll abgefahr`n! *lach* Ich find`s witzig.
Allerdings darf das Haiku auch ruhig so klingen als würde die Heimat verlassen. Hinterl#ässt so ein schönes Heimweh-Gefühl. *seuffffzzzz*
Alles Liebe, Sonja
... geschrieben von Gabriele Brunsch,
July 31, 2008
Noch ein Nachklapp: @klaus
Wenn du allerdings das wort abgefahren so verwendet sehen willst, wie Sonja es gerade gemacht hat, dann liegt der Überraschungseffekt genau da, wo Du ihn hinhaben wolltest! Liebe Grüße Gabriele
... geschrieben von Klaus Stute,
July 31, 2008
Hauptsache - keine Knolle! Mit abgefahrenem Rückspiegel morgens bei Rot in dasselbe fahren...
:-) Klaus
NS: neben einem Gefühls-Catcher wie "Heimat" komm ich mit der "abgefahrenen" Version allerdings ins Frösteln.
... geschrieben von Gabriele Brunsch,
July 31, 2008
Lieber Klaus: ...aber das §sbgefahren", das dich jetzt frösteln lässt, war doch dein Vorschlag? Sei's drum:
angefahren laidiert ins morgenrot
Verzeih, liebe Sonja! Gabriele :-
... geschrieben von Norbert Stein,
July 31, 2008
Ich würde "die Heimat" - etwas mehr präzisieren. Was ist meine Heimat? Mein Dorf? Meine Familie? Mein Haus? Auch "entschwindet" finde ich nicht unbedingt notwendig, im Rückspiegel entschwindet sowieso alles.
Vielleicht:
Morgenrot - im Rückspiegel mein Heimatdorf
???
Norbert
... geschrieben von Klaus Stute,
July 31, 2008
Ich musste ja heut morgen folgendes feststellen:
Herrgottsfrühe - im Rückspiegel errötet mein Heimatdorf
Da gibt man, wie immer, alles... und dann das.
:-( Klaus
... geschrieben von Horst Ludwig,
August 13, 2008
panzerfahrt - im rückspiegel entschwindet die heimat Wobei ich nicht mal weiß, ob's da bei diesem Kriegsgerät irgendwas gibt, wodurch man auch nach hinten sehen kann. Aber es spielt keine Rolle, welche Art Instrument diese Rück-Sicht ermöglicht.
... geschrieben von Heike Gewi,
August 20, 2008
Luke auf rausgucken und umdrehen. Auge sendet Bilder ans Hirn!!! Der BMP-1A1 (Ost), 1993 ausgemustert und nach Griechenland verschickt, hatte Rueckspiegel. Bei den alten Modellen muesste ich mal meine Jungs fragen, die PS-games zum Thema Zweiter Weltkrieg haben mit aller schweren Technik.
*grin* - nice catch! ("diese Rück-Sicht")
LG - Heike
... geschrieben von Heike Gewi,
August 20, 2008
P.S.:
Scherzhaft wird gefragt, warum italienische Panzer Rueckspiegel haben/hatten. Nun, um die Front im Auge zu behalten. Diesbezuegl. hat auch mich das deutsch-ital. Buendnis beschaeftigt (im Z'hang mit der Herkunft des Spruches "Du treulose Tomate!"). Wer zieht jetzt Rueckschluesse auf deutsche Panzer? Aus dieser SICHT gefaellt mir in der ersten Zeile das Wort "Rueck-Sicht"...
Meine satirische Antwort, die mit dem Hinweis auf das Studium der Geschichte endete, war:
Der Liebesapfel ist ein Glück. Treulos genannt von andern. Um deren Gründe aufzuspürn, Müssen die Sucher wandern.
Die Reise führt ins Land der Farben, Nicht jenes bei Matate. Italien hielt das Bündnis nicht: Die treulose Tomate!
War das schon alles?, wird gefragt. Zu kurz, zu laut dein "Ah"! Für tiefre Ursprungstheorien Gibt's Sprüche-Lexika! (irgenwann 2007)
... geschrieben von Horst Ludwig,
August 31, 2008
Auf Heikes "scherzhafte Frage" habe ich anderswo — weil's da paßte — hingewiesen: http://www.sprachforschung.org...=197#3840 Das Thema aber, das Sonja hier angeschnitten hat, hat bei mir heute nacht zu einem Herbsthaiku geführt, das ich mal extra zur Diskussion stelle (31. Aug.).
... geschrieben von Heike Gewi,
September 01, 2008
Interessante Ausfuehrungen der Forschungsgruppe, Horst, die ich sehr gerne gelesen habe. Die abzuleitende Antwort aus der von Dir gestellten Frage: Ja, sie hatten Rueckspiegel.
Das Wort Itaker weise ich zurueck und wuerde es noch nicht einmal in einer Satire verwenden, denn auch ich schaetze "Farben" im Land. Leider war der historische Hintergrund fuer die Entstehung des Ausspruches "treulose Tomate" tatsaechlich so. Denn dt. Misserfolge in der Tomatenzucht (Anbau in dt. Gebieten) und der Zerfall des dt.-ital. Buendnisses verliefen fast zeitgleich. Die Erfolge des Heimischwerdens dieser eingefuehrten Frucht in Italien und das Sich-Verlassen-Fuehlen durch die Italiener gab den Ausschlagpunkt. Rueckblickend - auch eine nachdenkliche Diskussion [Rueck-Sicht].
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