... geschrieben von sonja raab,
September 01, 2008
lieber hans, ich stolpere schon mehrmals drüber und komm zu keinem rechten schluss ob`s mir gefällt doer nicht. das thema find ich gut, die nicht "vorübergehende" zeit auch... aber die zeilen mögen mir nicht gefallen (7-5-6) und so richtig überrascht ist man in der letzten zeile auch nicht wenn man in der ersten schon alles gesagt bekommt, was es zu sagen gibt...
darf ich`s auch versuchen?
vom alter gebeugt der minutenzeiger an der selben stelle
??
ich grübel noch weiter...
liebe grüsse, sonja
... geschrieben von hans marchetto,
September 01, 2008
hallo sonja, tja ich finds auch nicht einfach, aber wie schreibe ich den wunsch zu sterben ? es geht nicht um die tageszeit sondern um was anderes.
aber natürlich wenn du was besseres weisst - nur zu.
was die silben angeht - icj les mich durch alle deutschsprachigen texte... vieleicht hätte ich doch besser nie angefangen.
gruss hans
... geschrieben von Markus Sulzberger,
September 01, 2008
Hallo Hans
es scheint mir, dass ich den Sinn genau so erfasste.
Wie der Beitrag nun hier steht, geht es Richtung Senryu, dort sind Reflektionen und Betrachtungen allgemeiner Art erwünscht. Im Haiku wird in der Regel ein Moment beschrieben, der einen Atemzug dauert... was auch immer in einem Atemzug alles passieren kann. So wäre es wichtig, den Moment einzufangen in dem Dir die beschriebene Erkenntnis gekommen ist.
Liebe Grüsse Markus
... geschrieben von hans lesener,
September 02, 2008
Hallo Namensvetter,
"Hätte ich doch nie angefangen ..." - lass Dir sagen , dazu ist es schon zu spät. Einmal ( Einmal!) Haiku, immer Haiku- ich weiß es aus eigener Erfahrung und fühle mich stets an ein Gedicht von Goethe über die vergiftete Fliege/ Wespe ( was auch immer) erinnert :
"Sie saugt voll Gier verrätrisches Getränke, unabgesetzt, vom ersten Zug verführt. Sie fühlt sich wohl , und längst sind die Gelenke der zarten Beinchen schon paralysiert... "
Nur damit Du weißt , was auf Dich zukommt !
Wie beschreibe ich den Wunsch zu sterben ? Vielleicht darf ich als Beispiel ein Haiku zitieren, das ich vor Jahren mal nach einem Besuch bei meiner Mutter geschrieben , aber bisher immer unter Verschluss gehalten habe:
Großmutter - im Sessel am Fenster wartet sie und wartet
Na ja , nimms als Anregung. Und willkommen im Club !
Hans.
... geschrieben von sonja raab,
September 02, 2008
lieber hans, bloss nicht aufgeben! haiku ist glaub ich ein prozess. heiku-schreiben entwickelt sich im "einfach tun" und wir haben mindestens genauso viel spass dran, zu grübeln, wie man es sonst noch ausdrücken könnte. also nur nicht den mut verlieren, ist doch ein gutes thema das irgendwann alle betrifft. da lohnt es sich schon drüber nachzudenken.
hans nummer zwei:
wieso hältst du denn solche schönen haikus unter verschluss? raus damit! alles! ist doch voll schön geworden!
alles liebe, sonja
... geschrieben von hans marchetto,
September 03, 2008
hallo zusammen, danke fürs "schulterklopfen" - aber ich meinte eher die "widersprüchlichkeiten" dieser ganzen sache, die einem die "orientierung" ein bisschen erschweren.
markus was deinen hinweis anbelangt, da hast du natürlich recht. ich weiss aber nicht so recht - ein senryu soll ja auch humorvoll sein .... und das trifft da nicht ganz zu.
ich lese aber auch das zb. issa bereits senryu (?) geschrieben habe :
auch wohlwollend betrachtet: das gesicht im spiegel zeigt kalte züge
(übers. von d.krusche)
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ich stolpere schon mehrmals drüber und komm zu keinem rechten schluss ob`s mir gefällt doer nicht.
das thema find ich gut, die nicht "vorübergehende" zeit auch... aber die zeilen mögen mir nicht gefallen (7-5-6) und so richtig überrascht ist man in der letzten zeile auch nicht wenn man in der ersten schon alles gesagt bekommt, was es zu sagen gibt...
darf ich`s auch versuchen?
vom alter gebeugt
der minutenzeiger
an der selben stelle
??
ich grübel noch weiter...
liebe grüsse, sonja