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no-obis pacem
© Horst Ludwig   
25. 11. 2009
... no-obis pacem:
Lagerfeuer, kühle Nacht, —
ja, das war's einmal.
Kommentare (1)Add Comment
...
geschrieben von Beate M. Conrad, November 25, 2009
Auweia, lieber Horst. Das ist schon so herrlich vieldeutig auf den ersten schnellen Blick. Auf der konkret-anschaulichen und onomatopoetischen Ebene: Dona nobis pacem (gib' uns Frieden), da wäre das "no-obis" dem Singen selbst (der 3stimmige Kanon im Altkirchlichen) auch im Rahmen des heutigen liturgischen Meßablaufs und als Teil der Totenmesse nachempfunden.
Ich assoziiere damit auch die große Messe in Es-Dur, die Schubert in seinem letzten Lebensjahr noch schrieb und selbst nicht mehr hörte. Das Ende mit: Agnus Dei, qui tollis peccata mundi, dona nobis pacem.
Also inhaltlich geht's hier um den Beginn vom Osterlamm bis hin zum Ende bzw. zurück zum Beginn mit der Auferstehung. Das klingt hier im wahrsten Sinn des Wortes schon an.

Lesbar ist a auch als "no obis pacem", also als kein/e Freude, Frieden ... nix Friede, Freude, Eierkuchen. Da geht mit den Elisionspunkten dem Singen also was voraus bzw. konsequent hinterher, um nicht zu sagen, da geht's zur Sache und um den "Sündenbock"! Und das nicht nur am ganz weltlichen Lagerfeuer mit Gesang beim Camping damals, das schon lange aus und vielleicht auch "out" ist (wie das Altkirchliche und Vorkonzilianische), auch weil der Sommer bzw. der Lebenssommer längst vorbei ist und das innere Feuer vielleicht nur noch in der kühlen Nacht etwas glimmt — bis es auch das einmal war.
Der ewige Friede ist nicht von dieser Welt: ein ernstes, umfassendes und beunruhigendes Ende, im Feuer dann aber auch spirituell (Feuer) und geistig (kühle Nacht) gereinigt, die Erlösung, dem der's glaubt und darum bittet (siehe a).

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