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Pause
© Heike Gewi   
24. 09. 2008
Pause -
Auch der Lehrer bekommt Geschmack
am Schnee




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25.09.2008

Liebe Gabriele,
[quote[In welchem Land bist Du, ...[/quote]
Draussen faellt [i]jetzt[/i] kein Schnee. Aha! Frage: Wo lebt [i]die[/i] denn?
In die Zukunft kann sie nicht (noch nicht!). Kehrtwendung: Vergangenheit.
[i]DIE lebt im Reich der Erinnerungen.[/i] 
Das war noch eine Zeit, als Lehrer mit Schuelern gemeinsam Schneeballschlachten veranstalteten - [i]harmlos[/i].
Kinder, nicht PS-verwoehnt (> brutal orientiert?), ein harmloser Teil der Natur.
Und wieder trauere ich alten Zeiten nach.
Also, Maulaffen feilhalten! - Es schneit tatsaechlich. Mag der Lehrkoerper damals genauso unschuldig nach Schneefloeckchen gelechzt haben wie die Kinder.
Heute wuerde man sich die Bloesse geben (?).
Vom Himmel ein "Haeppchen" [i]bekommen[/i] und Geschmack daran [i]finden[/i] > [i]the intention[/i].
Es strahlt sehr viel Positives aus, meine ich, und spiegelt die Antwort auf die "unglaeubige" Frage "Schneit's denn wirklich?" wider - den Augen nicht trauend.
Langzeitwirkung: Geschmack bekommen = es kann so bleiben (Bitte!).
Wer fragt da in einem Jahr noch: "Wo [i]hat die denn[/i] gelebt?"?
Alles Gute,
Heike
26.09.2008
Das "ewige Laecheln" in der Haikuwelt will ich Mal wegklicken.
Er "bekommt" > jetzt hier heute. Wo ist da Wunschdenken fuer die Zukunft, ausser
der Vermutung (ein Zuviel an Interpretation), dass der Schnee + Spass bleiben solle.
Davon ist doch hier gar nicht die Rede, liebe Gabriele.
Eine andere Variante, die ich von Anbeginn hatte (im Hinterstuebchen):
Schneeflocken fallen -
Auch der Lehrer findet
Geschmack daran
Aha! - Er steht mit offenem Mund da und tut es den Schuelern gleich.
"Finden" hier noch besser, denn wenn der "Wirbel" nicht sehr stark ist, muss man suchen,
einige Flocken in den Mund zu "bekommen".
Apropos "Verschluesselung":
Das ist die typische Kommentar-Html-Codierung fuer Texte.
Den James Bond lassen wir Mal aussen vor!
"Das gehoert beilaeufig in die Glutenkiste..." (Kurt Schwitters)
;-)
Kommentare (3)Add Comment
...
geschrieben von Gabriele Brunsch, September 24, 2008
Liebe Heike,

In welchem Land bist Du, dass Dir jetzt im September ein Text zum thema Schnee durch die Tasten sprudelt.

Also hier ist auf Pausehöfen strengstes Schneeballwurfverbot - da mag man sich als Schüler freuen wie man will, es ist verboten.

Wenn der Lehrer jedoch an sein Skiwochenende in den Alpen denkt, dann mag ihm der Schnee sehr gefallen. Auf dem Pausenhof jedoch ist das ein ziemlicher Horror, weil er doch aufpassen muss, dass sich niemand verletzt.
Bekommt Geschmack am Schnee - da hat er sicher einen deftigen Schneeball abbekommen und versucht die Sache so würdevoll wie möglich hinter sich zu bringen, er schmeckt und schluckt runter, und lacht... so schlimm war es ja gar nicht.

Oder er sieht vielleicht Tausende zarter Flocken herabtaumeln, aber dann wird er nicht unbedingt "Geschmack" daran finden.

Also, nicht so ernst und trotzdem schwierig.

Liebe Grüße
Gabriele


...
geschrieben von Klaus Stute, September 25, 2008
Der haiku-Moment ist ja ein umgangssprachlicher: er bekommt den Schnee "zu schmecken".

Im Nachklang steht die Frage, ob er nun auch Geschmack daran "gefunden" hat - d.h. ob dieser Geschmack noch weiter bedient werden will.

:-) Klaus
...
geschrieben von Gabriele Brunsch, September 25, 2008
Liebe Heike,

gerade lese ich oben etwas verschlüsselt Deine Antwort.
Danke dafür.
Ich verstehe jetzt, das Zurückträumen, wie viele Jahre? 20? 30?
Mir wurde an so einem Tag, als ich fröhlich mit einigen Schülern auf dem Pausenhof im Schnee herumbalgte, denn in der Tat, irgendwann einmal durfte man das noch, da flog mir von hinten ein Eisbrocken mit voller Wucht an den Hinterkopf, so dass ich ohnmächtig wurde. Ich hatte eine ziemliche Beule und eine leichte Gehirnerschütterung. Vom Abtransport ins Krankenzimmer bekam ich gar nichts mit.
Verzeih mir, mit meiner Assoziation konnte ich gar nicht auf ein romantisch, träumerisches Erleben kommen.

Nun, will ich mich aber mal von mir wegbewegen, hin auf Dein Haiku.
Es stört mich, wie Du oben lesen kannst, vor allem der Ausdruck "Geschmack finden".
Ich habe es scherzhaft verschlüsselt erklärt.
Geschmack bekommen - wie Du sagst, das heißt also, er hat ihn vorher nicht gehabt, aber jetzt hat er ihn bekommen, (warum auch immer) und will ihn behalten(wie Klaus andeutet). Du beabsichtigst ein Wunschdenken in eine bessere Zukunft zum Ausdruck zu bringen?
Ich bin auf den Geschmack gekommen = meint das nicht, dass ich mir eine ungeliebte Sache zum Ziel meiner Begierde (vom Käsefeind zum Käsefreund o.ä.) gemacht habe?
Und wenn nicht Feind, dann doch aus einer eher ablehnenden Haltung heraus in eine positive Einstellung hinein.
Irgendwie kann ich mich damit nicht einigen. Nimm es mir nicht übel, es ist ja Dein Haiku und Deine Gedanken zählen.
Meine unmäßige Abwandlung, in eine mit meiner Geschichte zu vereinbarende, wäre:

Pausenhof
Der Lehrer lächelt wieder
Es schneit

Das "wieder" könnte man noch wegnehmen.

Jetzt, da die Kommentarfunktion wieder läuft, werde ich sicherlich Deine Antwort mit größerem Genuss wieder lesen können.
Bis bald
Gabriele

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