hallo hans! ich hatte sofort blitzartig eine eingebung als ich dein haiku las!
urlaubswanderung- am wegesrand die falsche schlange
tut mir leid, ich MUSSTE das kommentieren. *grins*
dein haiku finde ich "nett", ich glaube, da könnte man mehr draus machen... das bild ist klasse.
liebe grüsse, sonja
... geschrieben von Gabriele Brunsch,
October 17, 2008
Lieber Hans,
Mit Interesse habe ich Dein Haiku gelesen und möchte Dich gerne dazu etwas fragen:
Mir macht der Urlaub zu schaffen, da er eine Zeitangabe ist, die auf Freizeit, Bummeln, etc. hinweist, mir aber irgendwie zu allgemein erscheint.
Ich sehe den Knackpunkt nicht. Bitte hilf mir auf die Sprünge.
Gabriele
... geschrieben von Gabriele Brunsch,
October 17, 2008
Lieber Hans,
jetzt komme ich noch einmal zurück, weil ich nicht glaube, dass ich mich auch nur annähernd verständlich gemacht habe.
Was ich oben mit "Knackpunkt" beschrieben habe, möchte ich kurz erläutern. Ich bringe die einzelnen Elemente nicht zusammen. Du findest im Urlaub, bei einer Wanderung, eine Schlangenhaut. Sicherlich ist das ein seltener Fund, aber was bedeutet er Dir, eine trockene Hülle, von der keine Gefahr ausgeht, vielleicht schimmert sie, mag sein, dass sie Dich erschreckt hat, weil sie einer lebenden Schlange glich, vielleicht hat sie sich im Wind bewegt...
Das meine weiteren Gedanken
Gabriele
... geschrieben von hans lesener,
October 17, 2008
Hallo Gabriele,
es gibt eine kurze Story von Tucholski , in der er darüber reflektiert, was man sich im Urlaub alles vornimmt : Zu lernen, warum die Ameisen sich verhalten wie sie sich verhalten, dem Chef die Meinung zu sagen , Tagebuch zu führen , etc.etc. , kurz : ein anderer , besserer, wesentlicherer Mensch zu werden.
So geht es mir und wahrscheinlich vielen anderen ebenfalls gerade im Urlaub : Man will sich "häuten" , häuten wie eine Schlange, die alle 2 Jahre ihre alte Haut einfach abstreift und irgendwo liegen lässt. Wenn man Glück hat , findet man sie, eine Hülle wie aus Seidenpapier, an einer ruhigen warmen Stelle. Das habe ich jetzt zum zweiten Mal in meinem Leben erlebt. Eher mit einem pessimistischen Gefühl, weil es eben doch nie gelingt und nie gelingen wird, im positiven Sinne "aus der Haut zu fahren".
Die besten Haiku sind die , die der Autor erklären muß ... Ist das nicht nett ?
Hans.
... geschrieben von Gabriele Brunsch,
October 18, 2008
Lieber Hans,
Danke. Welch klare, ganz und gar einleuchtende (sogar übertragbare) Erklärung - ich bin gegeistert.
Sieh mal, ich habe ähnlich wie beim Querdenk-Rätsel in der Süddeutschen Zeitung alle möglichen Varianten durchgespielt, aber darauf, was jetzt so einfach gelöst ist, fand ich nicht.
Du hast mir was geschenkt! Eine Erleuchtung!
Gabriele
... geschrieben von hans lesener,
October 18, 2008
Hallo Gabriele -
der Dank ist ganz auf meiner Seite dafür, dass Du Dich von meiner Neigung zu Verrätselung und Versteckspiel nicht hast abschrecken lassen zu fragen. Es bleibt natürlich die Tatsache , dass das Haiku nicht auf Anhieb verstanden wird, der Nachhall sich nicht einstellt. Ich habe deshalb auch andere Fassungen probiert, z.B.
Am Wegesrand aus der Haut gefahren eine Schlange
Dabei kommt aber die Aussage , die ich eigentlich machen will , auch nicht deutlich raus. Zurück bleibt ratlos
Hans.
... geschrieben von hans lesener,
October 18, 2008
Hallo Gabriele ,
ich möchte noch anfügen , dass Dir mit "gegeistert" ein ganz tolles wordicht gelungen ist !!! Du solltest es unbedingt einstellen , Markus wird sich freuen , ich glaube er mag es , so richtig gegeistert zu werden , und Sonja sicher auch ...
Hans.
... geschrieben von Klaus Stute,
October 18, 2008
Hallo Hans, hast du schon über eine Version nachgedacht ohne Nennung der Schlange? Ich denke an so was wie
im nächsten Sonnenstrahl die alte haut liegenlassen
die alte haut in einem sonnenstrahl abgelegt
Jetzt weiss ich nicht, wie wichtig dir noch der Hinweis auf die Urlaubssituation ist. In der obigen Version bleibt m.E. aber nach Nennung der "Urlaubs"-Wanderung" ein Fragezeichen.
Zur Erheiterung noch eine Klaus-Assoziation:
Neujahrsmorgen - schnell noch die alte Haut in den Schnee legen
Klaus
... geschrieben von Markus Sulzberger,
October 18, 2008
Hallo zusammen, salü Hans ich erwischte mich bei dem Lesen des Textes, wie ich mir genau solche Überlegungen machte. Nur, dachte ich mir, es kann vermutlich kein Autor so abgefahrenes Zeugs denken und schreiben wollen, das entspringt sicher einfach meiner Fantasie - und doch.
Heute spazierte ich durch die Strassen und wurde prompt angesprochen von jemandem, der eine Religion oder Ideologie verkünden wollte. Ich sprach kurz mit ihm. Im Gespräch, er fragte mich ob ich mich mit Psychologie beschäftige, sagte ich dann: "Psychologie ist an sich ein Widerspruch, denn die Seele (Psyche) funktioniert nicht (digital) 'logisch', sondern analog". Somit müsste man eigentlich von Psychoanalogie sprechen, dachte ich später...als ich erstaunt über meine Worte nachdachte. Es ist nicht so, dass ich mich einfach nur gerne schreiben sehe... aber mit dieser Schlangenhaut beisst sich die Schlange meiner Überlegungen in den Schwanz, d.h.
Das Bild der Schlangenhaut ist sozusagen eine Metapher. das meint wikipedia zu Metapher: --- Die Metapher (griechisch μεταφορά „Übertragung“, von metà phérein „anderswohin tragen“ ist eine rhetorische Figur, bei der ein Wort nicht in seiner wörtlichen, sondern in einer übertragenen Bedeutung gebraucht wird, und zwar so, dass zwischen der wörtlich bezeichneten Sache und der übertragen gemeinten eine Beziehung der Ähnlichkeit besteht. --- zu Analogie: --- Die Analogie als rhetorischer Begriff bezeichnet ein Stilmittel, in welchem ähnliche Strukturen oder Zusammenhänge in einen Zusammenhang gestellt werden. ---
Lese ich also Dein Haiku, so sehe ich den Prozess des Häutens vor mir. ich sehe auch jemanden, der Urlaub hat. Urlaub ist eine Pause, eine Möglichkeit, zu Überdenken, sich zu wandeln, Entschlüsse zu fassen. Wanderung... das ist natürlich eine starke Tätigkeit. Auf der 'Wanderung' sein, der 'Wanderer', Wanderung wird oft als Metapher auch für 'Wandlung' genommen. Man sagt, man sei auf dem 'Weg'. Wandern kann man aber von A nach B ohne dass etwas passiert. Diese Wanderung, in Bezug zur Schlangenhaut jedoch, weist auf eine Wandlung hin, eine 'Verwanderung', wennn wir schon bei den Wordichts sind . Diese Bilder die Du lieferst, kann die Seele der lesenden ganz einfach ergreifen, Psychoanalogisch! Ist es nicht so, dass wir mit den Haiku doch vor allem auf dieser Ebene arbeiten? Nicht mit klugen Reimen und Wortspielereien? Eine kitzekleine Anmerkung: der Aspekt des 'wesentlich werdens' kommt etwas zu kurz. Er scheint zwar durch die Schlangenhaut aber verändern kann man sich auch zum Schlechten hin....
Markus
... geschrieben von Gabriele Brunsch,
October 18, 2008
Danke, Hans,
obwohl ich mir das Geschriebene immer wieder durchlese, bevor ich es abschicke, ist mir dieser Dich "gegeisternde" Tippfehler unterlaufen...
Wieder was dazugelernt - Wortdicht - war irgendwie bis jetzt an mir vorbei gegangen.
Dein Vorschlag, von dem Du Dich ja auch ratlos distanzierst: Am Wegesrand aus der Haut gefahren eine Schlange führt eine Spur zu weit und verfremdet, aus der Haut fahren meint ja immer "Wut", "Zorn" - also ich denke der Häutungsprozess der Schlange ist eher ein zäher Vorgang.
@Klaus Wie den Regenbogen so die Sonnenstrahlen. Wie Du sie nur immer herzauberst, die kleinen Lichtpunkte, die alles so "verzaubern" auch hier, lieber Klaus, bin total "gegeistert".
@Markus
Die Psychoanalogie und die Verwanderung sind „gegeisternde“ (zum letzten Mal jetzt!) Wortschöpfungen!
logos meint im eigentlichen Sinn „die Lehre“ Psychologie – Lehre von der Psyche
Deine Nachgedanken, dass das Häuten auch zum Schlechten hin führen kann, lassen mich ratlos. Sich Häuten meint doch einen Erneuerungsprozess: Die alte Haut abstreifen, eine neue unverbrauchte, die sich im Untergrund schon gebildet hat und nur darauf wartet, ans Licht zu kommen, wird dann sichtbar für jeden und fühlbar für einen selbst da sein.
Habe ich wieder etwas überlesen?
liebe Grüße Gabriele
... geschrieben von Markus Sulzberger,
October 18, 2008
Hallo Gabriele -- Die Endung -logie kommt vom griechischen λόγος (Transliteration: lógos), bedeutet „Wort“, aber auch „Lehre“, „Sinn“, „Rede“, „Vernunft“[1] und bezeichnet in der Regel die Wissenschaft zu einem Gebiet. -- Es handelt sich bei meinen Aussagen nicht um eine neue 'Lehre'... eher um Gedankenschnipsel, die in eine Richtung zeigen wollen. Es ist ein weites Feld... Doch meine persönliche Ansicht von 'Psychologie treibenenden' mit eben dem eher seziererisch analytischen Drang,ist, dass sie scheinbar gewisse Aspekte der Seele komplett ausklammern. Damit wirds dann halt auch Nutzlos oder gar verkehrt. Aber damit sei es genug, sonst geht das Geheul wieder los.
Markus
... geschrieben von hans lesener,
October 18, 2008
Guten Abend zusammen -
@ Gabriele : Du hast völlig recht : Der Ausdruck "aus der Haut fahren" ist negativ besetzt und genügt für sich allein nicht, um auch das Bemühen , "wesentlicher" zu werden , abzudecken, das eigentlich Sinn des "Häutens" sein sollte.. Da fehlt etwas . Jetzt gerade liebäugele ich mit der Metapher vom "alten Adam", den man abstreifen soll, muß, kann ; sie stammt zwar aus dem geistlichen Bereich , aber vielleicht passt sie ja doch, um auf eine geistige Wandlung hinzuweisen. Mal sehen.
@ Markus : "So abgefahrenes Zeugs denken und schreiben" nehm ich mal als Kompliment, Du hast es ja offensichtlich auch getan ... Aus Deinen psychoanalogischen Überlegungen halt ich mich mal raus - das ist mir zu kompliziert. Aber Deine Gedanken über das "Verwandern" und der Hinweis auf das fehlende Moment des "Wesentlich Werdens" nehme ich wichtig.
@ Klaus : Eigentlich möchte ich weder auf das Stichwort "Urlaub" verzichten ( weil die entspannt-nachdenkliche Urlaubssituation die Grundlage für den Text ist ) noch auf die "Schlange" ( wegen des Haiku-Moments, auch wenn es den vielleicht gar nicht gibt, jedenfalls wegen des Bezugs auf eine konkrete anschauliche Situation). Schlangenhaut im Winter : geht wohl nicht wegen fehlender Wärme.
Mein jetziger Stand :
Urlaubswanderung- Schlange und Alter Adam häuten sich
Zumindest der Prozess einer Veränderung könnte dadurch sichtbar werden. ???
Euch allen vielen Dank für Eure förderlichen Gedanken und einen schönen Samstag Abend !
Hans.
... geschrieben von Gabriele Brunsch,
October 18, 2008
Lieber Markus,
Dazu nur folgendes Sätze:
E. Einstein: "Das Schönste, was wir erleben können, ist das Geheimnisvolle. Es ist das Grundgefühl, das an der Wiege von wahrer Wissenschaft und Kunst steht. Wer es nicht kennt und sich nicht mehr wunder, nicht mehr staunen kann, der ist sozusagen tot und sein Auge ist erloschen."
Hat er das nicht wunderschön gesagt?
Noch ein weiterer Satz, den ich im letzten Jahr gefunden habe:
E.P. Fischer: „....sich daran erinnern, dass zu jeder Richtung des Denkens auch die Umkehrung in den Blick genommen werden kann und sollte. Aus dem –Ich weiß, dass ich noch nicht viel weiß – zimmern wir ein – Ich weiß, dass ich noch nicht viel weiß, wenn ich nicht das Gegenteil bedacht und ins Visier genommen habe -.
Das Gegenteil der eigenen Sichtweise zuzulassen, beziehungsweise es intensiv „bedenken“, darüber reflektierend diskutieren, das fällt manchen schwer. Das ist aber ein ganz übliches menschliches Phänomen und ich denke, es ist müßig dagegen zu kämpfen.
Meine Gedanken zu Deiner Furcht vor „möglicherweise losgehendem Geheule“
Gabriele
... geschrieben von Klaus Stute,
October 18, 2008
Zu Hans' Neufassung:
Ich glaub, mir fehlt der Tucholsky zum Füllen der Bildungslücke. Deswegen steht für mich in der Urlaubswanderung so ein "eher zufällig", aus heiterem Himmel etc. - also nicht der vorher schon gefasste Vorsatz.
In der Kombination Schlange & Adam (häuten sich gemeinsam) sehe ich die Fragen: "oh, wen hat er da denn an seiner Seite" - bzw. "ist Eva auf der Strecke geblieben". Also problematisch. Vielleicht
Urlaubswanderung - der Alte Adam findet eine Schlangenhaut
Hm ...jedenfalls wäre hier m.E. das Zufällige (für die Nicht-Tucholskies) weg. Der Alte Adam - zwar nicht im Dienst, aber auf der Suche - findet, erinnert sich, ...
handelt?
Klaus
... geschrieben von hans lesener,
October 20, 2008
Guten Abend !
Nach einem nachdenklichen Sonntag komme ich nochmals auf meinen Text zurück. Es ist mir klar geworden, dass man diesen Haiku-Versuch doch wohl als gescheitert ansehen muß. Auch der Versuch , den "Alten Adam" mit ins Spiel zu bringen, kann nichts bewirken , bleibt akademisch. Das finde ich nicht weiter problematisch. Denn trotzdem ist mir der Gedanke, dass Menschen sich in wiederkehrenden Abständen nach einer "Häutung"sehen, weiterhin wichtig und scheint es mir wert zu sein, sich damit zu beschäftigen. Vielleicht gelingt das in Form eines Haibun , vielleicht müssen auch einfach Haiku-Regeln übertreten werden ( z.B. das "Vergleichs-Verbot") - jedenfalls werde ich die Schlangenhaut weiter in meinem Herzen bewegen und dabei den Kommentatoren ( Sonja , Gabriele, Markus und Klaus ) immer dankbar sein für ihren Versuch , aus meinem Versuch mehr zu machen als einen Versuch ...
Noch einen schönen Montagabend - oder was davon übrig ist - wünscht Hans.
... geschrieben von Klaus Stute,
October 21, 2008
Na das waren doch nur kleine Nachfragen. Meine war ja: warum ausgerechnet im Urlaub? Der ist m.E. etwas zu allgemein. Ausserdem ist die Sehnsucht nach Neuem - nach neuer Chance, nach mehr oder weniger großen Veränderungen etc. - wahrscheinlich immer da.
Nun vermute ich: warum wir keine gemeinsame Sicht gefunden haben, liegt vielleicht daran, dass du anklingen lassen wolltest, dass "Adam" - sag ich jetzt mal - sich tatsächlich AUCH gehäutet hat; und nicht lediglich davon träumt. Das ist natürlich sehr schwer auszudrücken. Dazu müsste der Urlaub schon ein Genesungsurlaub nach langer schwerer Krankheit o.ä. sein. Mir fällt im Moment allerdings leider nichts anderes ein als die obigen sich-ein-Beispiel-nehmen. Noch eins mit etwas komplexerem haiku-Charakter:
sonniger rastplatz neben dem baumstumpf die schlangenhaut
Klaus
... geschrieben von Klaus Stute,
October 22, 2008
NS. Ein Wort ist mir gerade noch eingefallen, es heisst "geläutert".
Ich geh jetzt einfach mal davon aus, dass alle nicht surrealistisch vorgebildeten oder verbildeten Leute nichts damit anfangen konnten bzw. gar nicht gesehen haben, dass in meinem letzten Vorschlag sich der alte Baumstumpf gehäutet(!) hat. Natürlich hat er nicht eine Schlangenhaut abgelegt, sondern durch diese Nebeneinanderstellung ist seine "Häutung" mit angesagt.
Und wenn ihr nach einem Kopfschütteln euch dafür entschieden habt, mir in diesem Gedanken folgen zu wollen, dann seht ihr sicher jetzt auch die "Läuterung". Der alte Baumstumpf ist zu einem besseren, zu einem sonnigen Sitzplatz geworden.
Leider sehe ich nach nochmaligem Durchlesen des Thread, dass Hans wohl doch nicht die parallele Häutung einer Schlange und eines alten Adams oder gar Baumstumpfes gemeint hat, sondern eher einen leichten Unwillen, dass anderen "immer" das gelingt, was man selber auch gerne gemacht hätte. Das tut mir jetzt im Nachhinein natürlich leid, dass ich mal wieder von den eigentlichen Absichen des Autors weggedriftet bin. Aber mich zieht es halt immer weg vom Fatalen hin zur unerträglichen Leichtigkeit des Scheins.
:-) Klaus
... geschrieben von hans lesener,
October 22, 2008
Lieber Klaus -
ich finde es wirklich bewundernswert , wie intensiv Du Dich mit meinem text beschäftigst. Und auch , wenn Du mal "von den Absichten des Autors abdriftest", ist es immer des Nach- und Mitdenkenswert , und amüsant ist es sowieso immer. Ich habe den Eindruck , mein Text ist ein gutes Beispiel dafür was passiert , wenn die Schilderung eines Haiku-fähigen spontanen Eindrucks zu sehr mit allen möglichen Überlegungen befrachtet wird, "von des Gedankens Blässe angekränkelt" ist. Da kann man dann nur warten und hoffen , dass irgendwann , in einer flüchtigen Stimmung, die ursprüngliche Sinneswahrnehmung doch noch ihre sprachliche Form findet.
Machs gut , und viel Vergnügen auf Malle, herzlich Hans.
... geschrieben von Markus Sulzberger,
October 22, 2008
Lieber Hans
also ich finde das originale Haiku völlig okee und aussagekräftig. Ich machte eine kitzkleine Anmerkung - kitzeklein... das könnte man hinkriegen mit dem Wort 'Schimmer' oder 'schimmern'.
am Wegesrand schimmert
z.b. in der Zweiten Zeile. Dann wäre klar, dass nicht jemand aus der Haut fuhr oder eine falsche Schlange da war. Aber es wäre auch nicht weiter schlimm wenn man es verschieden verstehen kann.
markus
... geschrieben von Klaus Stute,
October 22, 2008
Oh ja. Das ist immer gut, wenn "es" einen Schimmer hat. :-) Klaus
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ich hatte sofort blitzartig eine eingebung als ich dein haiku las!
urlaubswanderung-
am wegesrand
die falsche schlange
tut mir leid, ich MUSSTE das kommentieren. *grins*
dein haiku finde ich "nett", ich glaube, da könnte man mehr draus machen... das bild ist klasse.
liebe grüsse, sonja