Unter der Eiche vom Blitz getroffen der verkohlte Ast Walter Oskar Mathois
Ich bin ein Freund der klassischen Form des Haiku und meine, daß unsere Silben gar nicht so schlecht den japanischen *on* entsprechen, was das Haikuschreiben betrifft. Ich schrecke auch nicht vor Adjektiven und Adverbien zurück, solange auch sie wie jedes andere sprachliche Strukturelement (im Schriftlichen also auch die Zeichensetzung!) sinn-voll zum wohlgestalteten Text beitragen. Deshalb würde ich im zweiten Segment (b) sogar am Beginn z. B. "na klar" hinzufügen: "Unter der Eiche - / na klar, vom Blitz getroffen - / der verkohlte Ast". Und was wäre damit erreicht: Ein innerer Sprecher wird lebendig, und dieser innere Sprecher erfährt die dargestellte Welt m i t d e r Z e i t. Gleich da sind die Eiche und der verkohlte Ast; die Einsicht, warum letzterer verkohlt ist, kommt erst m i t d e r Z e i t! Und das kommt mit dem unscheinbaren Zwischensatz "na klar" zur Sprache. Wobei mir dann gefiele, daß der innere Sprecher gar nicht so weit vom Dargestellten dasteht und sich freuen sollte, daß in dem Augenblick, der also mit dem "na klar" geschaffen wurde, gerade kein Gewitter ist. Oder ist vielleicht etwa doch gerade eins? Der Volksmund, der über meine Mutter auf mich gekommen ist, reimt überzeugend: "Eiche weiche. Buche suche." Hm. Natürlich Unsinn! Bloß weg von allen Bäumen bei ei'm Gewitter!
Ich wiederhole: (5!) Bloß weg von allen Bäumen (7!) bei ei'm Gewitter! (5!)
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vom Blitz getroffen
der verkohlte Ast
Walter Oskar Mathois
Ich bin ein Freund der klassischen Form des Haiku und meine, daß unsere Silben gar nicht so schlecht den japanischen *on* entsprechen, was das Haikuschreiben betrifft. Ich schrecke auch nicht vor Adjektiven und Adverbien zurück, solange auch sie wie jedes andere sprachliche Strukturelement (im Schriftlichen also auch die Zeichensetzung!) sinn-voll zum wohlgestalteten Text beitragen. Deshalb würde ich im zweiten Segment (b) sogar am Beginn z. B. "na klar" hinzufügen: "Unter der Eiche - / na klar, vom Blitz getroffen - / der verkohlte Ast". Und was wäre damit erreicht: Ein innerer Sprecher wird lebendig, und dieser innere Sprecher erfährt die dargestellte Welt m i t d e r Z e i t. Gleich da sind die Eiche und der verkohlte Ast; die Einsicht, warum letzterer verkohlt ist, kommt erst m i t d e r Z e i t! Und das kommt mit dem unscheinbaren Zwischensatz "na klar" zur Sprache. Wobei mir dann gefiele, daß der innere Sprecher gar nicht so weit vom Dargestellten dasteht und sich freuen sollte, daß in dem Augenblick, der also mit dem "na klar" geschaffen wurde, gerade kein Gewitter ist. Oder ist vielleicht etwa doch gerade eins? Der Volksmund, der über meine Mutter auf mich gekommen ist, reimt überzeugend: "Eiche weiche. Buche suche." Hm. Natürlich Unsinn! Bloß weg von allen Bäumen bei ei'm Gewitter!
Ich wiederhole: (5!)
Bloß weg von allen Bäumen (7!)
bei ei'm Gewitter! (5!)