du hast einmal geschrieben,dass du die Haiku die dir als gelungen und undiskutierbar erscheinen, nicht in Foren veröffentlichst.
Nun die Frage an dich: Was hat dieses Haiku was du besprechen möchstest oder was dir nicht so gefällt. Mir kommt doch vor, es ist sehr gelungen. Was soll man zu diesem Haiku mehr sagen?
Herzllich Günther
... geschrieben von Andrea D Alessandro,
April 25, 2007
Hmm, ganz einfach, Günther, weil ich schon lange an diesem Haiku-Versuch herumknabbere und noch immer nicht ganz damit zufrieden bin.
Das "spüren" wollte ich eigentlich vermeiden, aber wenn ich dieses kleine Wort weglassen, dann wird das Haiku für mich zu einem "Bausteinhaiku":
Überschrift der/die/das Wort der/die/das Wort
Ein solcher Textaufbau in einem Haiku ist mir einfach zu allgemein und ich mag ihn nicht besonders.
Vielleicht komme ich einer besseren Lösung in der Diskussion hier ja auf die Spur.
Bis dann, Andrea
... geschrieben von Walter Mathois,
April 25, 2007
Hallo Andrea, meine Reaktion...also bitte....mir ist schlecht....von diesem Gefuehl...der Magen...das Schwanken....ueber Aenderungen nachzudenken...es IST ganz einfach...hat Kraft...hat mich in den Augenblick geschubst...eine gelungene Arbeit, wirklich. Liebe Gruesse Walter Oskar
... geschrieben von Klaus Stute,
April 25, 2007
Hallo Andrea, es ist offen, ob man in einem Auto sitzt oder zu Fuss unterwegs ist. Zu Fuss spürt man die Schwankungen auf einer Brücke immer; im Auto kann es auch die Bass-Box sein. Entschuldige: ein Scherzchen :-)
Ich würde ja in der "Überschrift" den Blick etwas weiter schweifen lassen (auf die Ursachen des Chaos) und seine Folgen; da gefällt mir ja immer wieder das umfassende Wort "Feierabend".
Feierabend - langsam rollt das Auto über die Brücke
Gut: indem ich das schreibe, ist mir auch klar, dass hier vom Gegenteil die Rede ist, also vom gar nichts spüren bzw. gar nicht dabei sein. Aber wer will schon Teil des Verkehrsstillstandes sein. Die Brücke bedeutet ja, dass wir auf dem Wege sind - hoffentlich zu uns selbst bzw. zum Spüren. In einem solchen Stillstand schwanken wir doch nicht zwischen irgendwas, sondern verspüren eher Wut bzw. denken uns weg vom Ort des Geschehens.
Soweit Klaus' einseitige Sichtweise bzw. Sensibilität. Und ein haiku-ohne-mich.
:-) Klaus
... geschrieben von sonja raab,
April 25, 2007
verkehrsstillstand die schwankende brücke unter mir
... geschrieben von Günther Peer,
April 25, 2007
Oder vielleicht einfach so?
Verkehrsstillstand - auf der Brücke mitschwanken
Günther
... geschrieben von Markus Sulzberger,
April 25, 2007
eine dramatische Version?
Wolkentürme die Brücke unter mir schwankt im Stau
... geschrieben von Klaus Stute,
April 25, 2007
Da fällt mir ein: Brücken schwanken doch nicht!? Das wäre eine ingenieursmässige Schlamperei! Die vibrieren doch höchstens ein wenig.
300 Meter-Wolkenkratzer schwanken in der Spitze um einen Meter oder so.
Andrea! Entschuldige diese technische Haarspalterei. War auch nich soooo ernst gemeint. :-)
Bin nur auf der Suche danach, warum ich in meiner obigen Betrachtung dieses haiku das Schwanken irgendwie verdrängt hab.
Aber ich seh schon:
Verkehrsstillstand - schwankend auf die Brücke fahren
das kann natürlich nicht das alles-gesagt-haiku sein, sondern das ist höchstens so eine Art haiku-Moment.
Aber vielleicht führt es uns weiter. Was ist mit dem Moment VOR der Brücke.
stop and go - the bridge coming closer
Shit. Keine Ahnung wie ich jetzt so spontan ins englische rutschen konnte. Es kam einfach so raus.
Sekunde... Da muss ich erst mal selber drüber nachdenken.
:-) Klaus
... geschrieben von Beate M. Conrad,
April 25, 2007
Hallo zusammen, liebe Andrea,
soweit ich es verstehe müssen Brücken recht flexibel (schon allein der Temperaturschwankungen und Erschütterungen wegen) gebaut sein, das könnte zumindest als ein subjektives Schwanken gelten - kommt ja auch noch auf das Material der Brücke an. Bei uns hier in MI schwankt die Brücke, die vom unteren Landteil ins Upper Peninsula führt definitiv.
Lieber Klaus, Deine engl. Version hat etwas. Habe gerade ein paar Naja-Vorschläge einfach als Ideenlieferant für Ausgefeilteres zusammengestellt. Da gibt es u.a.:
Stop und go - die Brücke schwankt
dann nicht ganz so explizit, müsste sprachl. ob der beiden auf nachgearbeitet werden:
Auf und ab - Die Autos stehen auf der Brücke.
Ein ganz anderer Ansatz:
Die Autoschlangen auf der Hängebrücke eng aneinander
Vielleicht etwas dramatisch:
Die Autoschlange auf der schwankenden Brücke keinen Schritt weiter
Soweit meine Gedanken & liebe Grüsse Beate
... geschrieben von Klaus Stute,
April 26, 2007
Wirklich - kein Scherz: wie es der Zufall will - GESTERN ABEND - auf einem unserer zahlreichen TV-Programme - ein Bericht über die richtig grossen amerikanischen Hängebrücken.
Dis schwanken. Die müssen schwanken können...
Da kann ich mich jetzt nur mit meinem kleinen Rhein-bei-Köln Horizont rausreden.
Sicher: diese Gross-Brücken schwanken nur bei entprechendem Wind. Daran wiederum sind die Eingeborenen bestimmt gewöhnt - und die Touries spüren auf der Brücke nicht das Schwanken, sondern Amerika.
Genug gescherzt. Andreas Augenbrauen kommen eh langsam hoch :-)
Aber ein kurzer Blick noch nach "drüben":
golden gate - vibrations in red
haha. Was soll das jetzt wieder heissen. Keine Ahnung. Eine Impression halt...
Von der Fernsehsendung gestern abend.
Aber bevor es jetzt zu ernst wird:
wenn der Verkehr still steht, legen sich dann nicht diese vibrations bzw. Schwankungen?
Hm. Jetzt komm ich durcheinander; hatte doch gerade noch versucht, die Schwankungen dem Wind in die Schuhe zu schieben, egal bei welchem...
Andrea, Hilfe!!! Klaus in der Sackgasse...
:-(
... geschrieben von Markus Sulzberger,
April 26, 2007
Andrea mags verzeihen -
aber auch das gibt es - passt irgendwie zum Thema:
Da hatten sich die Ingenieure nun echt verrechnet. War auch gestern in dem TV-Bericht.
Aber vielleicht sollten wir uns mal langsam von den technischen Schwankungen abwenden, und den von Andrea anvisierten inneren zuwenden. Bei Verkehrsstillstand.
Den Widerspruch hatte ich ja schon ein wenig angedacht: äusserer Stillstand - innere Unruhe, Schwankung - Orientierungslosigkeit!!??
Nee, ne. So Zivilisationsgeschädigt sind wir doch nicht, oder.
Ich fahr jetzt mal nach Köln. Hier auf dem Land fällt einem ja noch die Decke auf den Kopf...
:-) Klaus
... geschrieben von sonja raab,
April 26, 2007
also wenn ich an die hängebrücke in waidhofen denke, dann ist es so, daß man das schwanken erst dann spürt, wenn man stillsteht. sobald man sich bewegt spürt man das schwanken der brücke nicht mehr. da ich ein fürchterlicher angsthase bin wenns um hängebrücken geht, stehe ich oft ans geländer gelehnt da und geniesse die schöne aussicht und jedesmal wenn jemand kommt und die brücke betritt, halt ich mich ein wenig fester am geländer. ( majun
... geschrieben von Andrea D Alessandro,
April 26, 2007
Huch, so viele Kommentare und ich konnte mich leider noch nicht zu Wort melden.
Danke euch erstmal dafür!
Nein, ich wollte ja nicht, das jemandem schlecht wird nach dem Lesen. Alles wieder gut, Walter Oskar?
Also, am besten finde ich ja die "dramatische Version" - und noch besser finde ich diese dann, wenn man den Stau ganz weg lässt, was jetzt allerdings wieder ein ganz anderes Erlebnis ist. Aber die hat einfach was!
Auch Beates letzte "Dramaversion" gefällt mir.
Brücken schwanken wirklich, aber ich gebe zu, dass ich das so richtig noch gar nicht erlebt habe. Hmm, das Haiku ist eigentlich entstanden, als jemand davon erzählt hat, wie er gemerkt hat, dass die Brücke schwankt und er nur noch schnell runter wollte. Wenn man sich dann vorstellt, dass man im Stau steht und nicht so einfach weg kann...
Ja, und in die Sackgasse wollte ich unseren Klaus natürlich auch nicht treiben. Klaus in der Sackgasse, tss, das gibts doch gar nicht!
Tja, was bleibt ist die Frage, ob man das wirlich spüren kann, wenn man in einem Stau auf einer Brücke steht? Eine Schwankung wie auf dem Video...oh je! Und die von Sonja erwähnten Hängebrücken, über die man zu Fuß geht, vor denen habe ich auch eine Menge Respekt.
Mal sehen, vielleicht lasse ich den Stau doch ganz außen vor oder ich benutze in Zukunft viel öfter die Rheinbrücke, vielleicht ist ja mal ein Stau und ich kann dann genau sagen, ob man das Schwanken spürt.
Einen schönen Abend euch, Andrea
... geschrieben von Klaus Stute,
April 26, 2007
Du mgst ja die kurzen Schlagwort-haiku nicht so.
Sonst hätte ich jetzt "ohne Stau" resümiert:
Auf der Brücke das Schwanken spüren
Klaus
... geschrieben von Klaus Stute,
April 26, 2007
"magst" - sollte das heissen...
... geschrieben von Andrea D Alessandro,
April 26, 2007
Nein, ich mag kurze Haiku schon, nur wenn alle wie ein Einheitsbrei gekocht werden, dann mag ich das nicht so.
Stau - das Schwanken der Brücke
So würde mir das überhaupt nicht gefallen!
Es ist das Wort "spüren", das mir nicht so zusagt. Ich weiß auch nicht, irgendwie passt es einfach nicht so richtig. Vielleicht ist das aber auch nur so ein Gefühl.
Ich hab da mal vor langem ein anderes Brücken-Haiku geschrieben:
Nebelschwaden - auf der Brücke eine Ahnung von Tiefe
Eigentlich erzeugt (oder sollte erzeugen) das auch ein etwas mulmiges Gefühl. Aber ahnen oder spüren, das sind eben alles Worte, die schon ein Gefühl oder eine Ahnung von etwas beschreiben, Dem Leser wird etwas vorgeschrieben oder er wird in eine Richtung gedrängt, und das wollte ich vermeiden. Obwohl mir das Ahnung-Haiku immer selbst noch gefällt...
Bis dann, Andrea
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du hast einmal geschrieben,dass du die Haiku die
dir als gelungen und undiskutierbar erscheinen,
nicht in Foren veröffentlichst.
Nun die Frage an dich: Was hat dieses Haiku was du
besprechen möchstest oder was dir nicht so gefällt. Mir kommt doch vor, es ist sehr gelungen.
Was soll man zu diesem Haiku mehr sagen?
Herzllich
Günther