Das ist aber ein sehr persönliches haiku, mein lieber Günther.
... geschrieben von Günther Peer,
May 05, 2007
Was ist denn bei diesem Haiku soooooooooooo sehr persönlich?
Diese Situation kann doch wirklich jeder Mensch, der naturbewusst ist, nachempfinden.
Vielleicht kannst und willst du also deinen obigen Einwand auch entsprechend begründen?
... geschrieben von Heike Gewi,
May 05, 2007
Spontaner Lesereindruck:
Sehr viel Sehnsucht schwingt mit. Wonach? Nun, ich glaube, dass das jeder Leser fuer sich beantworten soll.
LG Heike
... geschrieben von Günther Peer,
May 05, 2007
Liebe Heike,
du hast wohl richtig erkannt und vielleicht könnte man der Sehnsucht auch eine Brise Melancholie, die für das Frühjahrshaiku so typisch ist, angesellen.
Du sagst: "Nun, ich glaube, dass das jeder Leser fuer sich beantworten soll." Aber natürlich, genau so ist es ja !!!!!
LG Günther
... geschrieben von hans lesener,
May 05, 2007
Ich habe den Text als Schilderung einer Grabstätte gelesen.
Hans.
... geschrieben von Andrea D Alessandro,
May 05, 2007
Jetzt wollte ich auch grad etwas dazuschreiben, da sehe ich den Begriff "Grabstätte" - das könnte natürlich auch sein.
Vorher dachte ich wohl eher in dieselbe Richtung wie Klaus. Ein Haiku aus der Insektenperspektive sozusagen. Bisschen ungewöhnlich, daher musste ich auch schmunzeln. Aber auch wenn eine Grabstätte gemeint sein sollte, halte ich das doch auch für recht ungewöhnlich. Hmmm, Günther?
Bis dann, Andrea
PS: Da fällt mir grad noch ein, dass es doch auch ein Haiku gibt, in dem die letzte Zeile "aber ich habe den Schnee" lautet. Ich weiß leider nicht mehr, von wem es ist und wie es genau lautet. Aber das kam mir ganz spontan jetzt auch in den Kopf, weil mir diese Zeile ganz besonders gefallen hat.
... geschrieben von Günther Peer,
May 05, 2007
Hallo Hans,
natürlich kann man es auch als Schilderung einer Grabstätte sehen, aber die m. E. legitime Frage, die man sich nun machen kann, ist: Ist es denn möglich, dass man ganz einfache Aussagen auch ganz einfach interpretiert?
Herzlich Günther
... geschrieben von Klaus Stute,
May 05, 2007
Ich wollte dir (oben) nicht zu nahe treten, Günther. Pardon. Ausserdem sollte man ein haiku sowieso unabhängig vom Autor beurteilen.
Also: die ganz einfache Aussage des haiku - so wie ich es verstanden habe - ist, dass es unter den vielen selbstverständlichen Dingen auch solche gibt, die unerreichbar sind.
Klaus
... geschrieben von Günther Peer,
May 05, 2007
Hallo Andrea,
du schreibst: "Vorher dachte ich wohl eher in dieselbe Richtung wie Klaus. Ein Haiku aus der Insektenperspektive sozusagen. Bisschen ungewöhnlich, daher musste ich auch schmunzeln." Die Theorie von Klaus, die eines sehr persönlichen Haiku ist völlig aus der Luft gegriffen, weil überhaupt kein Anhaltspunkt dafür existiert. Deine Theorie, die ders Haiku aus der Insektenperspektive ist zwar interessant, aber warum sollte es aus dieser Sichtweise sein?
Weiters schreibst du: "Aber auch wenn eine Grabstätte gemeint sein sollte, halte ich das doch auch für recht ungewöhnlich. Hmmm, Günther?" Wie schon gesagt,könnte es sich um eine Grabstätte handeln,aber es trift nicht zu. Es ist genau so zu verstehen wie man es liest, ganz einfach. Recht ungewöhnlich? Tut mir leid, aber wenn sogar das Einfachste ungewöhnlich ist,was soll man dann noch schreiben?
Bis später Günther
... geschrieben von Andrea D Alessandro,
May 05, 2007
Ach, Günther, wenn doch jeder etwas anderes aus dem Haiku liest, nur nicht das, was du sagen wolltest, dann sollte dich das doch zum Nachdenken bringen, wieso es keiner so versteht, wie du das sagen wolltest. Es will dich doch niemand hier persönlich angreifen oder in die Pfanne hauen.
Du möchtest doch hören bzw. lesen, wie andere drüber denken, um etwas zu ändern oder zu verbessern, wenn es nötig sein sollte. Und wenn man seine Meinung zu einem Text nicht mehr schreiben soll, "was soll man dann noch schreiben?", um dich zu zitieren. Da traut man sich ja gar nicht mehr an deine Haiku ran.
Nimms nicht so persönlich, es sind nur Meinungen, die hilfreich sein sollen und gut gemeint sind.
Bis dann, Andrea
... geschrieben von Günther Peer,
May 05, 2007
Klaus, ich finde, dass deine schon eine sehr gute Schlussfolgerung ist. Ja, so kann man es durchaus auch sehen. Es freut mich besonders, auch einen objektiven Kommentar von dir zu lesen. Danke.
Günther
... geschrieben von Markus Sulzberger,
May 05, 2007
Hallo zusammen
Ich sehe da jemanden stehen im Leben der mit viel niedrigem Zeugs umgeben ist als da sind niederes Gewächs wie Gräser und Blätter - aber es hat auch Blumen und gemäss dem Gesetz der schwachen Geister 'man ist was man sieht' gibt allein das dem entsprechenden Menschen Mut und Kraft – von aussen.
markus
... geschrieben von Günther Peer,
May 05, 2007
Andrea, was du oben schreibst ist völlig grundlos. Denn ich will gar nicht, dass jeder genau das versteht, was ich sagen wollte.Jeder soll und kann seine Schlüsse aus dem Haiku ziehen und sich daraus das nehmen,was ihm Freude macht.Wenn jemand es so sieht wie ich, bin ich natürlich froh und dankbar,wie jeder der schreibt, glaube ich.
Natürlich interessiert mich, was andere über meine Haiku denken. Bin auch bereit etwas zu ändern und zu verbessern,wenn es nötig sein sollte.Natürlich bin ich sehr froh, wenn sich Kollegen an meine Haiku rantrauen und kommentieren. Und natürlich mehme ich es nicht persönlich,wohl aber ernsthaft.
Vielleicht sollten wir uns aber auch immer wieder erinnern, dass wir ALLE Haiku-Schüler sind, oder nicht, Andrea?Also sollten wir im Normalfalle doch auch alle Kollegen sein, oder nicht Andrea? Also sollten wir uns auch nicht nur respektieren sond- dern uns auch kameradschaftlich-freundschaftlich anderen Haiku-Autoren gegenüber verhalten.
Nein, nein, das bedeutet nicht, dass man alles gutheißen und loben muss, was andere schreiben, ginge ja überhaupt nicht. Was man aber tun könnte, als hilfreiche(r) und gut meinende(r) Kollege/in, ist,sich zu FREUEN,dass es in der Kreativität und Ausdrucksweise nicht nur eine Möglichkeit, eine Form oder einen Weg gibt.
So long Günther
... geschrieben von Günther Peer,
May 05, 2007
Ja Markus, vielen vielen Dank für deinen Kommentar denn das ist eine Sichtweise, die durchaus ihren Platz findet.
Deine Aussage "gemäss dem Gesetz der schwachen Geister'man ist was man sieht'..." finde ich schon erklärungsbedürftig, denn so wie es steht könnte man es auch negativ vestehen.
Danke Günther
... geschrieben von Andrea D Alessandro,
May 05, 2007
Günther, ich habe doch nur geschrieben, welche Schlüsse ich aus dem Haiku ziehe. Mehr hab ich doch gar nicht gemacht. War es nicht freudlich genug? Sorry, aber es sollte weder feindlich noch lächerlich klingen, nein, absolut nicht. Ich habe auch niemals behauptet, dass ich Haiku "kann" oder etwa besser bin als andere. Du liebe Güte, nein! Ich bin genauso Anfänger wie jeder andere hier und werde auch nie über das hinauskommen. Jeder, der das von sich behauptet, bringt sich selbst wieder zurück zum Start und hat gar nichts kapiert, finde ich.
Mensch, was denkst du denn von mir? Ich will nicht mehr als hilfreich sein und mich mit Gleichgesinnten austauschen. Respekt vor anderen ist mir sehr wichtig und ich akzeptiere andere Meinungen und habe das immer getan. Na gut, wenn du das alles ein bisschen in den falschen Hals bekommen hast, bitte ich dich, diesen Brocken wieder loszuwerden und ich werde mich ab sofort im Stillen über deine Haiku freuen
Über dein "gelbe Blumen-Haiku" hab ich mich ja auch gefreut, weil es mir wirklich einen Haikumoment näher gebracht hat.
Na komm, bis dann, Andrea
... geschrieben von Günther Peer,
May 05, 2007
Andrea,
tut mir leid,du hast das jetzt wohl ein bisschen zu vorwurfsvoll aufgefasst, dass wollte ich ja auch nicht. Wollte nur klarstellen, von Kollege zu Kollegin.
Freut mich sehr,wenn du meine Haiku wieder kommentierst und nicht nur im Stillen sondern in dieser Werkstatt.
Hab auch im Haiku von den gelben Blumen deinen Ratschlag befolgt,hast du das gesehen? Also siehst du, ich bin weder stur noch unverbesserlich.
Danke, bis dann e saluti dall'Italia Günther
P.S. Da dove é originaria la tua famiglia? Sempre se non sono indiscreto, si capisce!
... geschrieben von Andrea D Alessandro,
May 05, 2007
Na klar, Kollege, diskutieren und schreiben wir weiter hier
Nicht enttäuscht sein, aber mein Ursprung ist leider gar nicht in Italien. Die Familie meines Mannes kommt von dort (Campobasso, wenn dir das was sagt). Ich liebe dieses Land und die Sprache aber mindestens genauso wie meine Heimat! Meine Vorfahren kamen irgenwann mal aus der Schweiz und sind hier hängen geblieben.
Wobei das jetzt eigentlich gar nicht hierher gehört, aber da wir uns im Lux (noch) nirgends vorstellen können und es für den einen oder anderen vielleicht doch wichtig ist, mit wem er es zu tun hat, "oute" ich mich eben hier.
A presto, Andrea
... geschrieben von Günther Peer,
May 06, 2007
Andrea,
Ja, machen wir einfacher weiter, liebe Deutsche mit Schweizer Ursprüngen und Italiensichem Pass. Von Tag zuTag wird mir immer mehr bewusst, dass es im Haiku nicht auf die Form und Regeln ankommt, sondern auf den Inhalt,die Aussage, den Nachhall.
Bis bald Günther
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