Statistiken

Besucher: 393396

Archiv

CBE Login

Benutzername   Passwort
 
Angemeldet bleiben
Passwort vergessen?

Noch kein Benutzerkonto?
Registrieren

Startseite arrow Haiku arrow Tor des Jemen
Tor des Jemen
© Heike Gewi   
30. 03. 2007
Tor des Jemen -
Eine Karawanenlänge
der Challul lauschen. 
Kommentare (9)Add Comment
...
geschrieben von Heike Gewi, March 30, 2007
Weil in der Diskussion die Rede war von eigenen Wegen:
Sehr experimentell versuche den Augenblick aus der Karawanenzeit in der Tihama wiederzugeben (alte Rechtschreibung, sorry!). -
Kann man das? Diese Frage gebe ich in die Runde. Die Geschichte hat mich sehr inspiriert und haette gerne Eure Meinung dazu.

Erklaerung:
"Al-Khallool was also used by many people who used to travel on camels. It has been said that when the camels listened to this music, they shake their necks and walk for extremely long distances. Tihamians claim that this is how the camel dance actually originated in the Tihama. This instrument has been distinguished by its strange."

Bin auf Meinungen gespannt, Heike.
...
geschrieben von Günther Peer, March 30, 2007
Liebe Heike,

Na ja, die Geschichte ist zweifelsohne schön. Ich
frage mich, ob sie allerdings nicht ein wenig zu
weit hergeholt ist. Du erlebst sicherlich viele
Dinge in deinem jetzigen Leben, oder?

Herzlichst
Günther
...
geschrieben von Markus Sulzberger, March 30, 2007
Hallo Heike
Bei deinem Beitrag habe ich den Eindruck, dass es eher in den Bereich Senryu gehört. Das kann man von vielen Beiträgen von anderen Autoren sicher auch behaupten - doch ich selbst unterscheide ob das Haiku eine Situation beschreibt oder eher nachdenklichen Charakter hat. Der von dir eingestellte Beitrag erstreckt sich über vielleicht einige Tage. Ganz im Gegenteil zu deinen frischen, mir in so kurzer Zeit lieb gewordenen Blumenhaiku.

Gruss Markus
...
geschrieben von Heike Gewi, March 31, 2007
Ja, Guenther, 'jetztiges Leben'! - Voellig korrekt. Da ich mich aber auch mit Geschichtsthemen befasse, darf man seine Begeisterung dazu nicht auch im Haiku (Senryu?) zum Ausdruck bringen. - Den einen begeistert die Malerei und er/sie moechte (was ich uebrigens sehr interessant finde!) zu jedem Gemaelde ein Gedicht/Haiku machen. D.h., seine momentane Gefuehlsstimmumg oder das Nacherleben zum Ausdruck bringen. - Nach Lesen der story war ich echt geplaettet, denn eben jenes Floeteninstrument wurde schon vom Propheten David gespielt und alle Welt raetselt smilies/shocked.gif, wie es in den Jemen kam (Karawane natuerlich, denk' ich mal!) und konnte mir den wiegenden Gang (leicht taenzelnd) der Kamele vorstellen. Frecherweis' musste ich an die Soldaten mit Marschgepaeck denken, die auf Kommando "Ein Lied" dann wieder bei Nachtmaerschen munterer wurden.

Ich finde das herausfordernd.

Liebe Gruesse ins Forum, Heike!

P.S.: Werde nicht von meiner 'Bluetenomie' abkommen smilies/wink.gif
...
geschrieben von Horst Ludwig, April 20, 2007
Challenging!
Mann, eine interessante Aufgabenstellung! Markus hat mit seinem Einwand recht; wir haben hier ein Problem mit der Zeit. Die Lösung käme m. E. aus dieser Richtung: Welches "Bild" ( = [Momentanes] Geschehnis, das man mit Sprache beschreiben kann) würde das Gewünschte "in Szene setzen"?
"Al-Challul-Klänge. / Wie die Kamele tänzeln / zum Tor nach Jemen!" — Und was spielen Al-Challul-Spieler? Natürlich "Muß i denn, / muß i denn / zu-um Städele hinaus, / ..." Und wäre c: "zum Weg nach Jemen", dann spielen sie: "Da werden wir uns wiedersehn, / bei deiner Palme wer'n wir stehn / wie einst ..." So oder jedenfalls so ähnlich. — Völlig richtig, die Idee mit der Erfrischung durch Musik.
Und wieso "alte" Rechtschreibung und "sorry"? Es gibt doch nur die normale, klassische, mit der man sich klar ausdrücken kann, und die durch das KultusministerInnenverschreibungsdiktat verwirrte, womit sich die Journalisten und viele andere doch nur lächerlich machen, wenn's mal wirklich auf was ankommt. Ich kann ein Lied davon singen. Das würde aber nie ein Haiku werden, ein Senryû schon eher. — Heh! Das bringt mich auf eine Idee! Challenging! Aber nicht heute, jedenfalls nicht jetzt gleich. Hier ist's noch Freitag spätnachmittag, und jetzt geht's zum Whiskey River!
Freitag, kurz vor fünf. (5) / Jetzt geht's zum Whiskey River, (7) / Wo nehm ich in der Eile noch schnell fünf Silben her? Mann, ich hab ein Zeitproblem. Kurz und gut, also hier: "die andern warten." (5)
...
geschrieben von Heike Gewi, May 02, 2007
Ooh, Horst!
Ich bitte 1000mal um Verzeihung. Als ich Deinen Kommentar bei "Walpurgis maiden" las, fiel es mir wieder wie Schuppen von den Augen, dass ich da 'geschlampt' habe und wenigstens Deinen Kommentar haette beantworten muessen.
Ehe ich es vergesse - habe gleich c geaendert.
Ja, warum die Kamele nicht aus oder durch the yemen gate walken lassen?
Dein Zeitproblem kapier' ich allerdings nicht. Habe Dich zwar verstanden, aber wie soll man Geschehenes vor der christlichen und muslimischen Zeitrechnung ausdruecken?
a "Davids Tage"? - Nee, is ja auch danach passiert und heute noch, aber nur zu feierlichen Veranstaltungen/Folklore-Festivals.
Haste 'n Tipp?

dankbar
Heike
...
geschrieben von Heike Gewi, May 02, 2007
P.S.: Mit dem urspruenglichen c "Distanzen schmelzen" wollte ich die langen Entfernungen an-/nachklingen lassen und die Hitze der die Karawanen ausgeliefert waren (nicht nur in der Tihamawueste - Nordjemen).

Gruss
Heike
...
geschrieben von Horst Ludwig, May 02, 2007
Die Haikuform ist nicht zu allem gut; ein Haiku ist nun mal kein geschichtlicher Roman; *Der Kampf um Rom* und die Geschichten der Bibel sind nicht in Haikuform abgefaßt, weder für Leute, die nicht genug Zeit haben, noch weil's eben schön ginge. Wesentliches eines geschichtlichen Vorgangs kann aber in Haikuform zur Sprache kommen (cf. Bashôs "Sommergras"). David tanzte zu den Klängen von Instrumenten seiner Zeit, und seitdem tänzeln auch Deine Kamele zu jenem "Floeteninstrument", liebe Heike, da am Jemener Tor, was zu schön rhythmischer Sprache kommen kann. Zum "Zeitproblem": Die lange Zeit muß durch etwas in der Gegenwart zur Sprache kommen, etwas, was schon immer so war und so bleiben wird (lies Heines "Ein Jüngling liebt ein Mädchen"). Für die Kamele und mich als Haikuleser ist jeder Weg durch die Wüste ein langer Weg, auch der vom Jemener Tor bis nach Jemen; "die langen Entfernungen" sind also gegeben. Und so wir hoffen also nur, daß der Challulbläser nicht erst mitten in der Wüste herausfindet, daß er sein Instrument vergessen hat. Denn dann wär's nichts mit dem "Ein Lied" und dem "dann wieder bei Nachtmaerschen munterer"-Werden bei Tier und Mensch in der Karawane zwischen dem Jemener Tor und endlich Jemen. Dann ist da nur Sand und hinter dem Sand noch mehr Sand, — so stelle ich mir das jedenfalls vor, 'soar emmer aso (http://ingeb.org/Lieder/wennmers.html).


...
geschrieben von Heike Gewi, May 03, 2007
Danke, Horst!

Kommentar schreiben
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar abzugeben. Bitte registrieren, wenn Sie noch kein Konto haben.

busy
 
< zurück   weiter >
© 2012 LUXARIUM Haiku und Wordicht Forum Winterthur Schweiz
Design:: LUXARIUM