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eine seltsame
© hans marchetto   
18. 11. 2010
eine seltsame stille
schlafend im hauseingang
Kommentare (3)Add Comment
...
geschrieben von Gabriele Brunsch, November 22, 2010
lieber hans,

das gibt schon zu denken, was du hier in zwei kleinen zeilen dem leser anbietest. dass die stille seltsam ist, wenn man des nachts in einem hauseingang liegt, ist sicherlich nachvollziehbar. geräusche von allen seiten gedämpft, aber, ist es denn nacht? wird nicht gesagt. und wer das schläft im eingang, ist auch nicht klar. ob er noch klar im kopf ist, oder ob er einen zu viel in der mütze hat, ist auch nicht gewiss. hat er/sie den schlüssel vergessen? hat er/sie auf den geliebten gewartet und ist dabei in sich zusammengesackt und eingeschlafen? wer hört überhaupt irgendetwas wenn er schläft?

ich werde sicherlich bald antwort erhalten...

LG
Gabriele
...
geschrieben von Markus Sulzberger, November 28, 2010
Vielleicht ist es auch die Person, die einen Menschen schlafend im Hauseingang antrifft, die dies Gedicht schreibt... anhand deiner Fragen wäre dies sogar plausibel.
Wenn es schneit sind alle Geräusche viel gedämpfter... Wer mag da wohl noch auf einer Parkbank schlafen.

Markus
...
geschrieben von thomas geisler, December 01, 2011
Die schlafende Stille gefällt mir in diesem Fall, sie ist von der Logik her wie der Morgensternsche Teich, der aus der Existenz rutscht, wenn er den Mund zu macht. Wir versuchen, mit sich auflösenden Begriffen zu arbeiten. Bisschen schade, wenn man dann auf einen Nebensinn reduziert wird - als schlafe ein Mensch im Hauseingang.

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