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gefall'nes Blatt
© Heike Gewi   
13. 10. 2010
gefall'nes Blatt --
in Übersetzung 
mein Haiku
Kommentare (6)Add Comment
...
geschrieben von Klaus Stute, October 14, 2010
Gut, dass du nicht geschrieben hast

ein gelbes blatt
zum haiku
durchgefallen

sonst hätte das wegen der Eindeutigkeit des Durchfalls sicher auch für dieses haiku das "aus" bedeutet ;-)

In deinem haiku, liebe Heike, fällt jetzt das "übersetzen" AUF - und wir fallen gleich ÜBER die Mehrfachbedeutung dieses Wortes. Ich sehe da zum Beispiel ein Übersetzen zu neuen Ufern.

Obwohl - "neu"..? Wohl doch nicht. Es wird sich sicher - wie immer - der Hoffnung hingeben, dass man nicht alleine bleibt mit seinen Alleinstellungs-Merkmalen.

:-) Klaus
...
geschrieben von Heike Gewi, October 16, 2010
hello ;-)))

Man, das freut mich, dass es wenigstens dazu gereicht hat, wieder das LUX zu aktivieren. Uebrigens, den Vorschlag von Hans aufgreifend, ich bettele Dich jetzt instaendig, doch dieses Buch zu schreiben. Deine Sicht ist nicht nur interessant, sondern saemtliche Deiner Geistesblitze sind sehr unterhaltsam. Und soweit ich mich erinnere, ist es genau das, was gute Literatur ausmacht. Ironisch erklaert uns Klaus den 'Haikupfad'. Das stelle ich mir echt klasse vor. Darf ich fragen, was Dich hindert?

Naja, und nun hier, ob durchgefalln od. nicht, zu diesem Zeitpunkt fand ich es amuesant, da ich die Schablone des Versagers auf den HaikudichterIn uebertragen habe. Dass das Gefuehl jeder von uns kennt, war hoffentlich nicht der Mangel, denn nur so bleiben wir 'Student' und am Ball. John Pott (haikucrossroads/facebook) weiss, dass es keine Master geben kann, dass wir alle Studenten sind und selbst Chen-ou (Interview in 'simlpy haiku') kennt diese Phase, da er in seinem feature den Punkt direkt anspricht und ihm sogar ein haiku gewidmet hat. Das soll uns hier jetzt nicht 'aufrichten', sondern nur bestaetigen, das Sonnenschein od. nicht auch grossen Einfluss auf den Stil und mood des betreffenden Schreibers haben. Wie's Wetter eben! Ab Winter purzeln dann wieder diese tiefen Gedanken ;-), waehrend ab dem Fruehling ein Aufatmen zu hoeren ist und das Flattern.
Nee, konkreter Hintergrund: Selbstzweifel, ob mein uebersetztes Haiku Anklang findet. Antwort: Ja, bin drin in The Heron's Nest.

Klaus und Markus hatten ja Mal so treffend formuliert, dass man ca. 100 Haiku Ausschuss produziert [/en muss] bevor eines 'fliegt'; naemlich in den Haikuhimmel.
Mir geht's da oben im Haiku nicht um Pruefung, Durchfallen od. Bestehen. Es war mehr so der Moment, den man einem Denkprozess schuldet. Und Hans, das Haiku-Moment gibt's. Das ist meine persoenliche, feste Ueberzeugung. Das kann ich mit Sicherheit nach drei Jahren Haikupraxis sagen/schreiben.

Also, Klaus, hau in die Tasten und mach das Buch!!

Bis denne...
Heike ;-)
...
geschrieben von Klaus Stute, October 16, 2010
Gelesen hab ich das haiku ja in Abweichung von deiner Schreibweise:

"gefall'nes Blatt in Übersetzung -- mein haiku"

Der haiku-Moment besteht also aus dem Wörtchen "voilà".

Durch den Kopf ging mir dabei allerdings Englisches: erstmal natürlich die "translation". In dieser "Übersetzung" ist ja zweifellos eine "Verschiebung" drin; und bei Verschiebungen sind gerne Parallelen im Spiel.

Aber bevor es in meinem Hirn zu einer Gleichsetzung von Blatt und haiku kommen wollte, verschob oder besser gesagt vernuschelte sich die translation zu einer transition.

Und siehe da, aus der Parallele war ein Übergang geworden, ein Prozess, ein aktives Verschieben. Und vor uns liegt die Metamorphose vom gefallenen, halbtoten Blättchen zu einem lebendigen haiku.

Na - unsterblich wollte ich jetzt nicht sagen.
:-) Klaus
...
geschrieben von Heike Gewi, October 18, 2010
Eben, denn auch Lesen ist neben anderen Taetigkeiten ein Prozess.
Dein Kommentar hat mich dazu gebracht, eventuell ueberhaupt keinen Gedanken- bzw. Trennungsstrich zu setzen. Sehr aehnlich seinem englischen Vorlaeufer, der zuerst da war.

a fallen leaf
lost in translation
my haiku


***

fallen leaf
in translation
my haiku


[Wer mich kennt, weiss ohnehin, dass ich mich dort dort haeufig verliere. Und irgendwie kann man das Subjekt aufloesen und beim Geschehen als solchem bleiben.]

Wegen dem Ausdruck habe ich ev. noch etw. umformuliert.

(ein) gefallenes Blatt
in der Uebersetzung
mein haiku


Hm, noch am Gruebeln...

Heike ;-)
...
geschrieben von Heike Gewi, October 18, 2010
P.S. : ...

... danke fuer's Mitdenken ;-)))
...
geschrieben von Gabriele Brunsch, October 18, 2010
... den ganzen thread hab ich gelesen, und in Besonderem das was oben drüber steht: Das Haiku!

wie aus einer dreizeiligen Wortzeile ein Haiku entsteht, das zeigt dieser thread genau.

ich freue mich sehr, die welt hat sich gedreht...






Mir scheint fast, dies hier ist eine Revolution!

Wobei ich schon immer für Revolutionen war, denn die sind die einzige Möglichkeit Unumstößliches umzustoßen.

Ich weiß schon, es geht gar nicht um Sinn, es geht nur um Eindruck!
Aber so war es doch schon immer auf der Welt, "Hau den Lukas" und der Rest ist Geschichte...


ich freue mich

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