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Unwetter
© hans lesener   
17. 06. 2007
Nächtliches Unwetter -
Hagel prasselt auf das Dach,
Sturzregenfluten.

Der kleine Gedichtband
schon ganz zerlesen.
Kommentare (13)Add Comment
...
geschrieben von hans lesener, June 17, 2007
Richtig gesetzt soll es so aussehen :

Nächtliches Unwetter -
Hagel prasselt auf das Dach,
Sturzregenfluten

Der kleine Gedichtband
schon ganz zerlesen
...
geschrieben von Heike Gewi, June 17, 2007
Statt a 'Naechtliches Unwetter', dass Du ja dann sehr ausfuehrlich beschreibst (kann man also weglassen) --->z.Bsp. 'Wind pfeift durch die Nacht' oder...oder...
Mach aber bitte aus a, b und c keine Wetterbeschreibung. Wir sind zwar im Tanka-Blog, aber irgendeinen Moment moechte doch der Leser auch herausfinden, bevor er erleichtert (haha, ich sitze im Warmen und lese Lyrik) und enttaeuscht (Das Buch zu klein fuer das langanhaltende Wetter und schon sooo oft gelesen) den Gedichtband in die Haende bekommt.

Den Schluss finde ich super, nur das Unbehagen von 'vorher' muss anders rueber gebracht werden.

Herzlichst
Heike
...
geschrieben von Klaus Stute, June 18, 2007
Was Hans m.E. sagen will, Heike, ist:

Nächtliches Unwetter .....................
..........................................
.............. Hm!?

Jetzt prasselt auch noch Hagel auf das Dach ...........................................
.............. Hm!?

Immer noch diese Sturzregenfluten ...........
..........................................
.............. Hm!?

Der kleine Gedichtband
schon ganz zerlesen...

:-) Klaus
...
geschrieben von Heike Gewi, June 19, 2007
Kommt leider nicht so rueber. Das meinte ich ja:
"Hm!?" wuerde sich gut drin machen als Ausdruck von Unbehagen/Langeweile. Ich dachte mir schon sowas.

H(a)ike smilies/cheesy.gif
...
geschrieben von Klaus Stute, June 19, 2007
Und ich wolle sagen, dass ich weder Unbehagen noch Langeweile sehe. Die Wiederholungen im haiku sind bewusst gesetzt und verdeutlichen nur einen Zeitraum - und zwar "draussen", in dem sich (dort) nichts wesentlich ändert.

Aber in der "Innenwelt" - so nenne ich jetzt einfach mal die Selbstbeschäftigung - hier mit dem Lesen eines Gedichtbandes: da tut sich was, da gibt es die genannten sichtbaren Veränderungen.

Der feine Nachklang stellt die Frage, ob die Veränderungen denn auch Ergebnisse gebracht haben. Diese Frage bleibt offen, weil in der haiku-Welt keine Fragen beantwortet werden. Wir haben da nur den Hinweis "schon ganz zerlesen". Das klingt nach wieviel auch immer Wiederholungen oder Ansätzen der Beschäftigung mit dem besagten Stoff.

Und es gibt natürlich die Verknüpfung der beiden Teile des Tanka: das Innere ist halt vom Äusseren abhängig; ein Weiterkommen - ohne dass es um mich herum aufwärts geht - ist halt schwer, wenn nicht sogar fraglich (s.o.), wenn nicht sogar obsolet.

Nun: vielleicht ist doch eine Spur Unbehagen drin in einem Umwetter. Aber an erster Stelle steht die Frage, wann es aufhört und wann "es" wieder besser wird bzw. weiter geht.

Klaus
...
geschrieben von Heike Gewi, June 20, 2007
Und ich wolle sagen, dass ich weder Unbehagen noch Langeweile sehe. Die Wiederholungen im haiku sind bewusst gesetzt und verdeutlichen nur einen Zeitraum - und zwar "draussen", in dem sich (dort) nichts wesentlich ändert.


Wirklich?

1. Bsp.: Passau
- 27.3.-3.4. 1988 Überschwemmung: starke Regenfälle, Erdrutsche, zahlreiche Bäche
über die Ufer getreten. Schwere Überschwemmungen entlang Donau, Main. Keller, Geschäfte,
Straßen überflutet. Straßen- und Bahnverkehr beeinträchtigt. Infrastruktur und
Versorgungseinrichtungen betroffen. 500 Schadenmeldungen:
500, 6 Tote, Gesamtschäden: 50 Mio. DM, versicherte Schäden: 8 Mio. DM.
- 24.7. 1991 3 Hagelzüge, u.a. Kelheim. Insgesamt 178 Gemeinden betroffen, Häuser u.
Fahrzeuge beschädigt, hohe Ernteschäden, 2500 Schadenmeldungen.
- 1.-5.8.1991 Überschwemmung: starke Regenfälle, Gewitter. Überschwemmungen entlang Donau,
Pegel Passau:
9,39 m. Schwere Schäden in der Landwirtschaft. 5 Tote, Gesamtschäden: 85 Mio. DM.
- 16.-18.7. 1993 Unwetter/Sturm: Gewitter, Hagel, hohe Windgeschwindigkeiten, starke Regenfälle.
Überschwemmungen entlang Donau und Inn. Keller, Straßen überflutet, Fahrzeuge beschädigt.
Bäume und Strommasten geknickt. Gesamtschäden: >2 Mio. DM.
- 5.-6.7.1996 Unwetter/Sturm: Gewitter, Spitzenböen bis 110 km/h, Hagel, starke Regenfälle.
Zahlreiche Häuser, Bauernhöfe, Fahrzeuge, Segelboote beschädigt. Straßen und Bahngleise blockiert.
Bäume entwurzelt. Verluste in der Viehwirtschaft. 2 Tote, 9 Verletzte, Gesamtschäden: >3 Mio. DM.
- 13.-14.5. 1998 Unwetter/Sturm: Gewitter, starke Regenfälle, Erdrutsche, Schlammlawinen.
Keller, Straßen überflutet; Straßen- und Bahnverkehr beeinträchtigt.

2. Bsp.: Rosenheim
- 17.6.1978 Sturm/Hagel: Gewitter. 92 Gemeinden betroffen. Fahrzeuge beschädigt. Verluste
in der Land- und Viehwirtschaft.
- 12.7.1984 Sturm/Hagel: Zuglänge 300 km, Hagelkörner bis 14 cm Durchmesser.
Schadenfläche 1500 km2; Schäden an 70.000 Gebäuden, 1.000 Gewerbebetrieben, 240.000 Autos,
150 Flugzeugen. Verluste in der Land- und Viehwirtschaft. 400 Verletzte. Gesamtschäden: 3.000 Mio. DM,
Versicherte Schäden: 1350 Mio DM.




>>> Der Mensch - ein Wesen mit begrenzter Rationalitaet
...
geschrieben von Heike Gewi, June 20, 2007
Teil II meines Kommentars:

>>> Der Mensch - ein Wesen mit begrenzter Rationalitaet
...
geschrieben von das helferlein, June 20, 2007
das kommentrafeld hat eine grössenbegrenzung - damit das forum flüssig bleibt und nicht allzugrosse ergüsse alles überschwemmen.

liebe grüsse
das helferlein
...
geschrieben von Heike Gewi, June 20, 2007
Aber Platz fuer doppelte Kommentare ist?

Zum Thema:

Stunde fuer Stunde
das Prasseln des Regens.
Die Nacht noch lang.
Der kleine Gedichtband
schon ganz zerlesen.


oder

Die halbe Nacht schon
beugt sich die Weide
dem Hagel.
Der kleine Gedichtband
ganz zerlesen.


Als Vorschlag ???, nur damit ich nicht falsch verstanden werde, da ja ein Tanka meines Wissens einem Lied gleichen soll (in sich melodisch wie der Regen) und keine Wetterbeschreibung bleibt.



...
geschrieben von Heike Gewi, June 20, 2007
Danke, Helferlein, fuer die Ausmerzung doppelt erscheinender Kommentare.
Tja, Argumente im Fluss haben manchmal was "Ueberschwemmendes"/Bedrohliches an sich.
Aber wir haben ja Dich als Rettungshelfer...

Heike
...
geschrieben von hans lesener, June 20, 2007
Hallo Heike,
könnte es sein , dass Du die 3 ersten Zeilen als Haiku verstanden wissen möchtest und deshalb nach einem "Moment" suchst ?
Ich bin kein Tankaspezialist und habe deshalb mal bei Ingrid Kunschke ein bißchen nachgelesen ; sie verlangt für das Tanka eine andere dichterische Haltung und eigene Stil- und Gestaltungsmittel. Das möchte ich für mich in Anspruch nehmen .
Aber wie auch immer :
Es geht mir nicht um einen "Wetterbericht", sondern um die Beschreibung
der zunehmenden Heftigkeit eines Unwetters in der Nacht , das einem den Schlaf raubt. Wenn damit ein gewisses Unbehagen entstehen sollte (ausgedrückt durch den Griff nach dem Buch , das für schlaflose Zeiten auf dem Nachttisch liegt), so soll es versuchsweise besänftigt werden durch die Lektüre - ein enttäuschender Versuch ,weil ich alles schon auswendig kenne und die sonst bewährteWieder- Einschlaflektüre nicht mehr funktioniert.
Nach meiner Vorstellung sollen hier Aussen und Innen sich ablösen und durchdringen ,
das nächtliche Unwetter ( eine eigentlich blasse Beschreibung , die der Konkretisierung sehr wohl bedarf ) löst eine Reaktion in der Person aus.
Insofern fühle ich mich von Klaus - Hallo Klaus! - fast besser verstanden als von mir selbst ...

Trotzdem : Es ist nur ein Versuch. Umsomehr freue ich mich , dass Du und Klaus soviel Überlegungen reingesteckt habt.

Grüße , Hans.



...
geschrieben von Heike Gewi, June 21, 2007
Immer Hans! Deine Gedichte sind jede Muehe und Ueberlegung wert. Freut mich, Dich auch weiterhin hier zu lesen...

biba
Heike smilies/wink.gif
...
geschrieben von hans lesener, June 21, 2007

biba ???

H.

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