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Mai
© hans lesener   
18. 05. 2008
In memoriam Rose Ausländer1901 - 1988

"Mit dem Akazienduft
fliegt der Frühling
in dein Erstaunen"

(aus : Einverständnis , 2.Aufl. 1982 )



Mai - Rengay
Mandelbaum aus Stahl-
kunstvoll doch unfruchtbar
in all dem Blütenschaum

Weit offen das Tennentor
für die Schwalben

Mit welcher Kraft
sie das Erdreich durchstoßen,
die zarten Keime

Die Grasnelken
blühen im Kreis -
Hexenringe

Nachbars junge Lämmer-
das Kind streichelt ein schwarzes

Der große Bambus -
in diesem Frühjahr
blüht er sich zu Tode
Kommentare (17)Add Comment
...
geschrieben von hans lesener, May 18, 2008
Hallo Markus -
wieder das Problem mit der Unkompatibilität meiner Safari-Software.
Bitte sei so freundlich, eine Korrektur vorzunehmen :

Vorwort Rengay-Text ( 3- 2- 3-3-2-3 )
...
geschrieben von Angelika Wienert, May 18, 2008
Rose Ausländer ist eine meiner Lieblingsdichterinnen!

Schon jetzt (in dieser Präsentation, die miach allerdings als Leserin forderte...) gefällt mir "Mai", "In memoriam Rose Ausländer" sehr!
...
geschrieben von Angelika Wienert, May 18, 2008
nicht "miach", mich...

hier fehlt eine Korrekturmöglichkeit
...
geschrieben von hans lesener, May 18, 2008
Es tut mir leid , dass die Präsentation so schlecht ist . Aber mein Safari ist mit Markus' Software nicht kompatibel, und ih hoffe , dass er bald ins Lux schaut und den Text dann richtig setzt. Leider kann man ja nicht selbst korrigieren.
Rose Ausländer habe ich erst spät - vor 2oder 3 Jahren - kennen gelernt . Ich bin von ihrer poetischen und doch unprätentiösen Sprache
fasziniert. Und sie schreibt immer wieder geniale Dreizeiler , wie den in der Einleitung zitierten , von dem ich so hingerissen war, dass das Rengay
danach wie von selbst entstand, gemischt aus Erinnerungen an eigene Erlebnisse, frische Eindrücke, eigene neue und alte Haiku, und , wie fast immer bei Rose Ausländer, mit einem Bezug zum Tod.
Aber jetzt wird's zu persönlich für eine öffentliche Seite ...
Deshalb :
Gute Nacht !
Hans.
...
geschrieben von Angelika Wienert, May 19, 2008

Ist es nun so, wie es sein soll?

"Die Grasnelkenblühen im Kreis -Hexenringe"
u.a.

Oder sind da immer noch techn. Probleme?
...
geschrieben von Angelika Wienert, May 19, 2008

"...Rose Ausländer...Ich bin von ihrer poetischen und doch unprätentiösen Sprache
fasziniert..."

Mir geht es auch so, Hans.
...
geschrieben von hans lesener, May 19, 2008
Hallo Markus ,
jetzt ist es so , wie ich es mir vorgestellt habe, danke !

Hallo Angelika ,
keine technischen Probleme mehr. Ist was mit den Hexenringen ?
Wie wäre es , wenn Du von meiner Sprache auch fasziniert sein könntest ?
( Scherz , scherz ...)

Grüße , Hans .
...
geschrieben von Angelika Wienert, May 19, 2008

Als ich vorhin geschaut habe, war es noch anders, Hans (so, wie von mir zitiert - in einer Zeile).

Jetzt ist es sehr gut zu lesen. Danke, Markus!

Und kann bekräftige nochmals meinen ersten Kommentar zum Inhalt ("gefällt mir...sehr!").
...
geschrieben von Angelika Wienert, May 19, 2008

nicht "Und kann"... > Und dann

diese Tippfehler!...
...
geschrieben von hans lesener, May 19, 2008

Danke , Angelika -
das hast Du bis jetzt nur einmal geschrieben , bei meinem allerersten Haiku, dem mit den fallenden Schatten ...
Mehr kann man nicht verlangen !
Und so überwältigend ist das Rengay nun auch wieder nicht .

Hans.
...
geschrieben von Angelika Wienert, May 19, 2008

Du bist der Autor, du bist befangen...

Warte mal ab, wie es sein wird, wenn du dein Rengay nach längerer Zeit liest, Hans. Dann beurteilst du dich selbst sicher entschieden milder.

Es geht allerdings auch umgekehrt...
Ich fand da neulich ein Haiku, das ich vor Jahren geschrieben habe, und...Na ja, ich fand es mal gut...
...
geschrieben von Angelika Wienert, May 19, 2008

"Hans Lesener

25 Jun, 2004, 18:50:02



nächtlicher strand
am horizont
lichter

(Kommentar):
Angelika Wienert



30 Jun, 2004, 19:13:36



Ich wundere mich seit Tagen, dass niemand auf dieses Haiku eingeht - wir scheinen einsame Nachtwanderer zu sein, H.L..

Für mich ein meditatives Haiku.

Grüße,
Angelika"


dat war ein Lob

und ich find noch mehr,
wenn ich suche...
...
geschrieben von Angelika Wienert, May 19, 2008
p.s.: siehe haiku.de, Archiv 2004
...
geschrieben von Angelika Wienert, May 19, 2008

wieder aus dem Archiv von haiku.de (aber nun hör ich auf, zu suchen...)

"Hans Lesener


7 Mai, 2004, 16:59:50



maigewitter -
am alten platz im gebälk
die schwalben


(Kommentar)

Angelika Wienert

8 Mai, 2004, 15:38:27



Da donnert und blitzt es, die Schwalben sind an einem trockenen Platz im Gebälk.
Wieder sind sie da, zurückgekehrt an den "alten platz". Dieses Zurückkehren gehört zum Jahreskreis, zum Leben des Beobachters. Mag es auch draußen toben (Witterung u.a.), so gibt es doch Verlässlichkeiten.




Fedor Tjutcev
(1803-1873)

Maigewitter

Wie lieb`ich dich, o Maigewitter,
Wenn durch den blauen Wolkenspalt
Wie scherzend unter Blitzgezitter
Der erste Lenzesdonner hallt!

usw.
(entstanden 1826 in russischer Sprache, Übersetzung: F.Fiedler)


Grüße,
Angelika


(Kommentar)

Hans Lesener

8 Mai, 2004, 21:15:14



Hallo Angelika -

ja , so ist es gemeint.

Die Wiederkehr der Jahreszeiten und damit die Rückkehr der Zugvögel gehören
(noch) zu den wenigen Verlässlichkeiten.
Wenn sie dann eintreten, sind sie aber
doch wie ein Geschenk und sollten auch so angenommen werden.
Bei den Schwalben - Aberglaube hin oder her - denkt man dann "Alles wird
gut!"

Danke für den Hinweis auf F.Tjutcev , ich habe noch nie von ihm gehört, werde versuchen, etwas von ihm aufzutreiben.

Noch ein schönes Wochenende ,
H.L."
...
geschrieben von hans lesener, May 19, 2008
Du beschämst mich - !

Das Schalbenhaiku , dass ich oben wieder aufgegriffn habe , hat ein Freund im vergangenen Jahr auf seine ins Hotel Mama zurückkehrenden
Söhne bezogen. Das fand ich auch eine überzeugende Interpretation.

H.L.
...
geschrieben von sonja raab, May 24, 2008
ihr lieben,
ich hab keine ahnung von rengay oder sonstwas...
ich lese es nur und bilder ziehen wie wolken an mir vorbei,
gefühle von berührt bis verliebt von verärgert bis fasziniert...
und dann ist es vorbei und hitnerlässt einen frischen duft, wie nach einem frühlingsgewitter...
ich danke dir, hans, für`s teilhaben lassen, bin fasziniert... berührt... ein wunderbares stück aus worten und bildern und gefühlen, eindrücken... fast schon wie eine wunderschöne oper, wo man mit geschlossenen augen da sitzt und es einfach wirken lässt...

"blüht er sich zu tode"- diesen ausspruch habe ich erst vor wenigen tagen wegen meinem rhododendron getätigt, der auch zur zeit extrem viele blüten hat und nächstes jahr wohl nicht mehr blühen wird, weil er sich so verausgabt jetzt...

alles liebe,

sonja
...
geschrieben von 1o2 1o2 1o2, May 25, 2008
Mit dem Bambus ist es so, dass er eingeht, nachdem er geblüht hat. Ich habe es selbst schon erlebt. Das Blühen ist das letzte Aufflackern seiner Lebenskraft und gleichsam die List des Überlebens seiner Art. Von Kakteen kennt man auch die "Notblüte".

Das Rengay finde ich auch sehr poetisch.

Herzlich
Rudi

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