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© Heike Gewi
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25. 03. 2009 |
von Walter Mathois & Heike Gewi
goldenes brautpaar -
für das foto gibt sie ihm
rückendeckung
-hg-
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narzissenknospen
spiegeln sich im tau
-wm-
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von völkern
umschwärmt -
haselnusszweige
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die luft flimmert
über dem asphalt
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am straßenrand
ein anhalter
schnell die lippen nachziehen
-hg-
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diese perlenkette ...
plastik vor falten!
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zapfenmännchen
purzeln aus der brottasche -
heimgekehrt
-hg-
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drachen steigen
wind zerreißt den sichelmond
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familiensupper -
die zigaretten danach
weniger schweigsam
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rouge ziert
seinen nadelstreif
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wellen
schlagen hoch -
knutschflecke
-hg-
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im schneehaufen
gefrieren puppenbeine
-wm-
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Das ist sonderbar lebendig, da ist Establishment und MIT ihr verbundene Oberflächlichkeit spürbar, wobei einige Phasen sehr doppeldeutig, also interessant sind. Ich lese eine Geschichte, eine Story, die mit kurzen, knappen Sätzen wie mit Blitzlichtbildausschnitten skizziert und hintereinandergestellt einen Ausschnitt eines Ereignisses geben...
Ich suche immer nach Deutscher Lyrik. Wenn es auf Deutsch ist, gehe ich davon aus, dass es auch so gemeint ist, ob ausgewiesenermaßen von mehreren Autoren ist egal. Wollten Japaner sich an diesem Gedicht erfreuen, dann müsste es ja erst mal ins Japanische übertragen werden, (man könnte es ja mal einem japanischen Doktoranden empfehlen dieses zu tun)was sicherlich schwierig wäre.
...was für eine action - "im schneehaufen gefrieren puppenbeine..."
unglaublich spannend.
Ein tolles Gedicht!
Gabriele